10 Übungen, um dein Selbstbewusstsein zu stärken

10 einfache Übungen, um dein Selbstbewusstsein zu stärken!

Wärst du gerne selbstbewusster? Hast du vielleicht schon zahlreiche Bücher gelesen, Videos angeschaut aber der richtige Durchbruch ist irgendwie noch nicht gekommen? Dann habe ich hier genau das Richtige für dich: 10 einfache Übungen, um dein Selbstbewusstsein zu stärken und ich verspreche dir, mindestens 3 davon werden dich echt überraschen! Auch wenn du vielleicht gerade an dem Punkt bist, wo du denkst, es gibt Menschen, die sind nun mal selbstbewusst und andere sind es eben nicht – bleib dran, denn Selbstbewusstsein kann JEDER trainieren. Ich zeige dir, wie das geht!

Wenn du die 10 überraschend einfachen Übungen, um dein Selbstbewusstsein zu stärken und zu trainieren, lieber als Video ansehen möchtest, dann schau hier rein! Ich verrate dir ganz ausführlich, was du brauchst, damit du jeden Tag dein Selbstbewusstsein üben und stärken kannst. Das geht einfacher als du denkst!

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Was bedeutet Selbstbewusstsein?

Ich bin Jenna van Hauten, Psychologin und angestellt in einem IT-Konzern. Seit einigen Jahren unterstütze ich Menschen dabei, mutig und selbstbewusst ihre Ziele zu erreichen und zwar ohne sich zu verbiegen, sondern genau so, wie es zu ihren persönlichen Werten und Stärken passt.

Ich erlebe es immer wieder, dass vor allem erwachsene Menschen Selbstbewusstsein als ein sehr theoretisches und komplexes Konstrukt sehen. Viele denken, man müsse tausende Bücher lesen, um überhaupt mal an die tiefe Wurzel des Selbstbewusstseins zu gelangen und es endlich besser zu verstehen – wie es aufgebaut ist, wodurch es entstanden (oder auch nicht entstanden) ist und und und… Aber wenn wir das ganze so komplex betrachten, ja klar fällt es uns (besonders als Erwachsene) dann schwer, dieses Thema anzugehen und zu üben, selbstbewusster zu sein.

Für mich bedeutet Selbstbewusstsein ganz einfach, die eigenen Stärken kennen und mutig für die eigenen Ziele loszugehen. Somit ist Selbstbewusstsein etwas wirklich praktisches, was du ganz einfach jeden Tag trainieren kannst. Was du dafür brauchst, erfährst du hier in meinen 10 Übungen für dich.

Selbstbewusstseins-Übung 1: Bewege dich

Ja, das ist genauso simpel wie es klingt! Mach einen Spaziergang in deiner Mittagspause, geh hin und wieder raus, mach Sport, komm vom Kopf in den Körper. Denn das Gegenteil von Selbstbewusstsein ist das Gedankenkarussell, welches besonders dann entsteht, wenn wir immer nur im Denken bleiben und nie körperlich aktiv werden. Deshalb mach deinen Kopf frei, spür deinen Körper, nimm etwas anderes wahr, als immer dieselbe Gedankenspule. Außerdem, wenn du dich bewegst, erlebst du auf körperlicher Ebene einen Erfolg und das kann dein Selbstbewusstsein stärken, weil du das Gefühl hast, etwas geschafft zu haben. Vielleicht deine 10.000 Schritte am Tag, eine Runde Yoga oder 10 Minuten Hula Hoop!

Selbstbewusstseins-Übung 2: Nimm dir Zeit für deine Hobbys

Deine Hobbys tun dir gut! Hier gilt ein ähnliches Prinzip wie bei der Bewegung, denn auch durch deine Hobbys erlebst du Erfolge. Du konzentrierst dich wieder auf etwas völlig anderes – weg von dem, was dich auf der Arbeit, im Haushalt, in deinen Beziehungen oder wo auch immer anstrengt. Durch deine Hobbys bist du im Hier und Jetzt und genau deshalb sollte es für dich eine Priorität sein (und keine Schande), dass du dir Zeit für deine Hobbys nimmst! So macht es dir Spaß, dein Selbstbewusstsein zu stärken.

Selbstbewusstseins-Übung 3: Probiere Neues aus

Auch wenn du dir jetzt vielleicht denkst: „Uff, Neues auszuprobieren ist nicht so meins“, will ich dich trotzdem dazu ermutigen, neue Dinge auszuprobieren. Es muss nichts Weltbewegendes sein, sondern vielleicht einfach mal ein neues Gericht zum Mittagessen, einen anderen Weg zur Arbeit fahren, oder in eine andere Bar gehen und die mal auszuprobieren. Probiere einfach mal was Neues aus, denn auch das hält dich und deinen Kopf in Bewegung und trainiert dein Selbstbewusstsein. Es lenkt deine Gedanken weg von Selbstzweifeln, weil du dich auf etwas Neues konzentrieren musst, was dir dann neuen Mut und Selbstbewusstsein gibt.

Selbstbewusstseins-Übung 4: Geniesse

Bleib im Hier und Jetzt und genieße was du tust. Das Essen, das du kochst, die Zeit mit deinen Freund*innen und ja, am besten auch deine Arbeit. Sei freudig bei dem, was du tust und hab Spaß dabei. Auch das hilft, dein Selbstbewusstsein zu stärken, denn du wirst bei allem, was du tust, mehr bei dir sein und weniger im Außen. Genau das hilft dir, dich auf deine Stärken und deine Ziele zu fokussieren und damit mutiger ins Tun zu kommen bzw. mutiger für deine Ziele loszugehen.

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Selbstbewusstseins-Übung 5: Nimm Komplimente an

Das ist für viele ein heikles Thema. Aber dennoch ist es sehr wichtig und gut für dein Selbstbewusstsein, dass du Komplimente annimmst. Bestimmt kennst du die ein oder andere Person (vielleicht gehörst du auch dazu), die sagt, ein Kompliment zu bekommen ist sehr unangenehm. Man weiß nicht immer, wie man reagieren soll oder will nicht hochmütig bzw. arrogant wirken. Mein Tipp: Sag einfach Danke! Ein simples Wort, eine kurze Antwort, die jedem Kompliment gerecht wird. Du musst nicht sagen: „Ja, aber das ist doch selbstverständlich“ oder „Ach, so toll war das doch gar nicht“. Dein Kopf hört mit, was du sagst. Du flößt dir selbst deine Selbstzweifel ein und das obwohl jemand gerade versucht hat, genau das Gegenteil in dir zu bewirken. Nimm stattdessen das Kompliment an und sag Danke – es wird dein Selbstbewusstsein stärken, auch wenn es sich im ersten Moment nicht danach anfühlt. Wenn du mehr darüber wissen willst, wie du ganz ohne arrogant zu werden aus tiefstem Herzen stolz auf deine eigenen Erfolge sein kannst, dann schau doch mal in meinen Blogartikel zum Thema Selbstbewusstsein vs. Arroganz.

Selbstbewusstseins-Übung 6: Freu dich mit anderen

Wenn andere von ihren Erfolgen erzählen, hör zu. Freu dich mit ihnen mit, denn es ist die Freude an Erfolgen, nicht an Misserfolgen, die dein eigenes Selbstbewusstsein stärken. Wenn du dich nur an den Misserfolgen anderer erfreust, führt das dazu, dass du denkst, es handle sich bei allem um einen Wettkampf und nur der oder die Beste hätte das Recht selbstbewusst zu sein. Aber selbst wenn du dann eigene Erfolge hast, wirst du merken, dass sich in dir das Gefühl von Überlegenheit und Hochmut breit macht anstatt wahres Selbstbewusstsein. Deshalb freu dich auch an den Erfolgen anderer und stärke deren sowie dein eigenes wahres Selbstbewusstsein.

Selbstbewusstseins-Übung 7: Tue Gutes

Tue gegenüber deinen Mitmenschen etwas Gutes und hilf ihnen. Das Gefühl, das du dabei empfindest, ist ein Gefühl, das dich selbst und somit auch dein Selbstbewusstsein stärkt.

Selbstbewusstseins-Übung 8: Teile deine Freude

Ermutige andere mit dem, was du tust, was du kannst, was dir Spaß macht. Teil deine Freude, denn geteilte Freude ist doppelte Freude. Das ist nicht einfach nur ein Sprichwort, sondern es steckt viel Wahres drin. Wie du aus dem vorherigen Punkt schon rausgehört hast, ist Freude einer der wichtigsten Aspekte für mehr Selbstbewusstsein.

Selbstbewusstseins-Übung 9: Musik an

Wenn du ab und zu das Gefühl hast, du steckst bis oben hin in deinen Zweifeln drin, festgefahren im Gedankenkarussell, wovon du einfach nicht mehr raus kommst, dann ist diese Übung ganz besonders wichtig für dich. Mach die Musik an, tanze, singe oder was auch immer du gerne machst. Ganz egal, was es ist, lass dich einfach von den Vibes der Musik mitreißen. Diese Vibes (oder Stimmungen) bringen dich aus deinem Gedankenkarussell und ziehen dich in eine andere Welt. Es kommt nicht auf eine bestimmte Musik drauf an (außer vielleicht sehr traurige Musik) oder ob du gut singen/tanzen kannst oder nicht. Aber zu tanzen und Musik zu machen – einfach mal was verrücktes zu machen, bei dem es dir ganz egal sein darf, was andere davon halten – tut unglaublich gut. Es stärkt dein Selbstbewusstsein, wenn du übst, nichts darauf zu geben, was ein anderer jetzt denken könnte, wenn er das sehen würde.

Selbstbewusstseins-Übung 10: Mach es einfach

Selbstbewusstsein bedeutet auch, die Dinge einfach zu tun. Es passiert und trainiert sich am meisten durch das Tun. Man kann viele Dinge wirklich sehr „zerdenken“ und genau das hindert dich daran, etwas selbstbewusst zu tun. Wenn du zu viel über etwas nachdenkst, kann es passieren, dass du immer mehr Zweifel entwickelst und das, was du eigentlich tun willst, nur noch weiter vor dir her schiebst. Mach es einfach! Mach Fehler, habe Mut, denn Selbstbewusstsein hat weniger Angst vor Fehlern als Angst vor dem Nichts tun.

So stärke ich jeden Tag mein Selbstbewusstsein

Das waren meine 10 einfache Übungen, um dein Selbstbewusstsein zu stärken. Ich persönlich höre jeden Tag Musik, mit der ich üben kann, selbstbewusster zu werden, weil ich dadurch leichter ins Tun komme, selbstbewusster durch den Tag gehe und meine Ziele besser anpacken kann. Ich habe eine Playlist für dich zusammengestellt mit meinen persönlichen Power-Songs für ein gestärktes Selbstbewusstsein. Du kannst sie dir hier anhören. Ich wünsche dir viel Spaß dabei, dein Selbstbewusstsein zu trainieren!

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Ich bin Jenna van Hauten

Seit 8 Jahren arbeite ich in einem internationalen IT-Unternehmen. Ich habe mich trotz Quereinstieg, Elternzeit, Teilzeit und sonstiger (vermeintlicher) Hindernisse, schneller beruflich weiterentwickelt als ich das unter Standardbedingungen für möglich gehalten hätte.

Heute teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen im Coaching und Kursen. Ich möchte dich darin begleiten, selbstbewusst deinen eigenen Weg zu gehen und deine beruflichen Ziele zu erreichen. Denn das ist nicht nur persönlich erfüllend, sondern macht auch die (Unternehmens-)Welt zu einem besseren Ort!

Warum wir Mütter mehr wertschätzen sollten – auch im Job!

Warum wir Mütter mehr wertschätzen sollten – auch im Job!

Oder: was Wertschätzung mit alten Spinnweben zu tun hat

Bist du als Mutter schon in eine Schublade gesteckt und kritisiert worden? Wenn du schon Mutter bist, dann wahrscheinlich schon, denn so geht es 77 Prozent der Mütter. Ob als “Rabenmutter”, die soviel arbeitet oder das “naive Hausmütterchen” – die Freiheit, die Rolle als Mutter individuell zu gestalten, bietet viel Anstoß für Kritik ganz egal, wie du es machst (meinen Blogbeitrag zum Umgang mit kritischen Kommentaren kannst du hier lesen).

In diesem Gastbeitrag berichtet Nicole Elsebusch über die Vorstellungen der “Rolle der Mutter”, warum wir offener gegenüber individuellen Mama-Rollen werden sollten und weshalb Wertschätzung gerade auch im Job dabei so wichtig ist.

Außerdem hat mir Nicole im Interview von ihrer eigenen Erfahrung als “working mom” erzählt und was das Mama werden für ihre Karriere bedeutet hat. Ein spannendes Interview mit vielen Impulsen, die eigene Rolle kritisch zu hinterfragen und bewusster zu gestalten, wie es wirklich zu DIR passt. Hör es dir unbedingt an –>

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Was Wertschätzung mit alten Spinnweben zu tun hat

Das Zwischenmenschliche spielt in unserem Leben auf ganzer Linie eine fundamentale Bedeutung für unsere Zufriedenheit. Was im Zwischenmenschlichen oft vermisst wird, ist die Wertschätzung!

Viele Frauen wünschen sich für ihre Rolle als Mutter von ihrem Umfeld mehr Wertschätzung. Die heutige Vorstellung von “der Rolle als Mutter” ist wie ein altes, verstaubtes Spinnennetz, das seine Spinnweben aus den letzten Jahrhunderten immer wieder in unsere aktuelle Situation einwebt.

Kurzum: Die Frau ist als Mutter nach wie vor für den Haushalt und die Kindererziehung verantwortlich.

Während des Lockdowns war das für sehr viele Frauen deutlich spürbar. Mütter versuchten unermüdlich Homeoffice, Homeschooling und Haushalt unter einen Hut zu bringen. Nach wie vor gibt es in unserer Gesellschaft eine Geschlechterhierarchie, die wir unseren Kindern weiter vorleben. Da können wir jetzt innerlich auf Widerstand gehen und in einen Trotz-Modus verfallen oder wir fangen an uns bewusst zu machen, wie wir das System mit unserem Handeln füttern. Denn die bestehenden Verhältnisse existieren nur weiter, wenn sie immer wieder hergestellt werden.

Wer der Wahrheit ins Auge sieht, treibt die eigene Entwicklung an

Heutzutage steuern wir Mütter – wie die Titanic – auf einen Eisberg zu, der aus einem Berg von Erwartungen, Verpflichtungen und Aufgaben besteht.

Um die historischen und gegenwärtigen Ursachen und Wirkungsweisen von Unterdrückung, Ausbeutung und Benachteiligung von Frauen zu verändern, reicht es nicht aus, darüber zu diskutieren und uns zu beschweren. Es ist wichtig ins bewusste Denken und Handeln zu kommen. In unseren kleinen Systemen – unseren Familien – können wir experimentieren und neue, individuelle Mama-Rollen gestalten.

Doch die Frage ist: Inwieweit setzen wir uns überhaupt bewusst damit auseinander, was wir wollen und wie wir es konkret umsetzen können? Und zwar nicht allein, sondern gemeinsam mit unserem Partner?

Individuelle Mama-Rollen

Die eigenen Bedürfnisse und die neuen Vorstellungen von einer Rolle als Mama und Papa gehören auf den Tisch und dazu die Strategien, mit denen wir sie erfüllen und ausfüllen wollen. Und genau das ist der Knackpunkt.

Unterschiedliche Vorstellungen treffen aufeinander und bietet ein hohes Konfliktpotenzial. Doch solange wir nicht ehrlich die Karten – also unsere Bedürfnisse – auf beiden Seiten auf den Tisch legen und Verständnis für unser gegenüber aufbringen, können wir keinen Konsens finden.

Wenn wir mit den alten Schubladen nicht aufräumen, ziehen wir uns immer wieder dieses alte Rollenmuster an und steuern immer wieder auf den Eisberg zu.

Das fatale daran ist, dass wir Frauen uns selbst dabei noch ein Bein stellen. Wir machen uns gegenseitig herunter. Momshaming oder Mom-Bashing steht für das Heruntermachen von anderen Müttern.

In einer Studie des Markt- und Meinungsforscherinstituts Forsa im Auftrag eines Bio-Breiherstellers gaben 77 Prozent der Mütter an, dass sie schon einmal für den Umgang mit ihrem Kind kritisiert wurden. 72 Prozent von ihnen fühlten sich deshalb als schlechte Mutter. Ganze 86 Prozent wünschen sich mehr Unterstützung durch andere Mütter.

Mehr Wertschätzung für moderne Mütter

Wir brauchen Akzeptanz und Toleranz für individuelle Mama-Rollen, anstatt zu proklamieren, dass es nur die ‚eine RICHTIGE Art und Weise‘ gibt, um eine gute Mama zu sein. Mit dieser Haltung schüren wir nur das Gefühl von Wertlosigkeit.

Lasst uns stattdessen mit einem Verständnis für Vielfalt und Wertschätzung zwischen Müttern und zwischen Mann und Frau loslegen, anstatt Bewertungen und Abwertungen weiter zu füttern.

Wenn wir mit alten verstaubten Geschlechterrollen weitermachen, werden wir nicht bei der Wertschätzung ankommen.

Ein Gastbeitrag von Nicole Elsebusch (www.nicole-elsebusch-de). Hör dir hier im Interview mehr über ihre eigene Erfahrung im Umgang mit (fehlender) Wertschätzung  als Mutter an und hol dir ihre praktischen Tipps DEINEN eigenen individuellen Weg als Mutter zu finden.

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Seit 8 Jahren arbeite ich in einem internationalen IT-Unternehmen. Ich habe mich trotz Quereinstieg, Elternzeit, Teilzeit und sonstiger (vermeintlicher) Hindernisse, schneller beruflich weiterentwickelt als ich das unter Standardbedingungen für möglich gehalten hätte.

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Hochsensibel und erfolgreich – was du brauchst, um dich durchzusetzen!

Hochsensibel und erfolgreich – was du wirklich brauchst, um dich durchzusetzen!

Hast du manchmal das Gefühl, im Job sehr herausgefordert zu sein, weil du überflutet wirst von den unzähligen Reizen um dich herum? Dann geht es dir wahrscheinlich ähnlich wie Julia. Als Hochsensible Anwältin kennt sie es nur zu gut, wenn sie Hektik, Unruhe und Stress in ihrer Umgebung besonders sensibel wahrnimmt und dadurch ihre innere Anspannung steigt. Aber bedeutet Hochsensibilität automatisch, nicht gewappnet für harte Verhandlungen zu sein und somit auch keine Chance auf Erfolg im Beruf zu haben? Für Julia jedenfalls nicht, denn sie lässt sich dadurch nicht von dem Job abhalten, den sie liebt.

In diesem Gastbeitrag verrät Julia, wie sie ihre Hochsensibilität, die sie lange für ihre größte Schwäche hielt, nutzt und mittlerweile weiß, dass es ihre größte Stärke ist in harten Verhandlungen. Außerdem gibt sie einige Tipps, was sie macht, um in besonders herausfordernden Situationen trotzdem Ruhe zu bewahren und ihren Job zu meistern.

Wenn du die Erfahrungen und Tipps von Julia lieber aus einem Interview erfahren möchtest, dann schau hier rein! Sie berichtet ganz ausführlich, wie sie es geschafft hat gerade wegen ihrer Hochsensibilität die erfolgreiche Juristin zu werden, die sie heute ist.

Ein spannendes Interview mit vielen Impulsen und ehrlichen Fakten über die Herausforderungen und Chancen im Umgag mit Hochsensibilität in der Berufswelt.

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Ich bin Julia

Ich bin Julia, Künstlerin, Rechtsanwältin und Expertin für Hochsensibilität. Ich bin selbst hochsensibel und arbeite seit über 10 Jahren als Rechtsanwältin in einem internationalen IT-Konzern. 2021 habe ich mein Seelenbusiness als Coach für hochsensible Menschen gestartet und schreibe als Schöngeistrebell einen Blog für hochsensible Schöngeister.

Lies hier, was hochsensibel sein bedeutet und weshalb du nicht trotzdem, sondern gerade deshalb erfolgreich sein kannst:

Eine Definition von Hochsensibilität

  • Hochsensibilität ist keine Krankheit, sondern eine neurophysiologische Besonderheit des zentralen Nervensystems. Es ist insgesamt deutlich sensibler als beim Durchschnitt.
  • Im Nervensystem haben wir eine Art Filter eingebaut, der dafür sorgt, dass aus den Milliarden von Reizen die Informationen herausgefiltert werden, die für uns in der jeweiligen Situation wichtig sind. So dringt nur ein Bruchteil der Infos wirklich ins Bewusstsein. Das ist auch gut so, denn ohne diese Vorauswahl würden wir völlig überfordert und vor lauter Reizen in den Wahnsinn getrieben.
  • Es ist bei etwa 20% der Bevölkerung so, dass diese Reizfilter offener sind als beim Durchschnitt. Ca. 20% sind also hochsensibel.

Die einfachste Definition von Hochsensibilität: Mehr von allem.

Als hochsensibler Mensch nimmst du mehr Reize wahr und musst mehr Reize tiefgreifend und intensiv verarbeiten. Dein Gehirn ist super aktiv, du bist empathischer, emotionaler, kreativer und deine Intuition ist stark ausgeprägt. Du spürst die Gefühle deines Gegenübers teilweise mehr als die Person selbst – was sehr herausfordernd sein kann.

All das kenne ich 1:1 so aus meinem Leben. Wenn du Hochsensibilität noch besser verstehen willst, lies hier weiter.

Warum es DEN Traumjob für Hochsensible oft nicht gibt

Wenn du hochsensibel bist, hast du andere Bedürfnisse als der Durchschnitt. Du brauchst z.B. ausreichend Ruhepausen, um die ganzen aufgenommenen Informationen zu verarbeiten. Dazu bist du vielleicht ein sehr vielinteressierter oder kreativer Mensch, den es langweilt, ständig dasselbe Thema zu bespielen. Ich lese z.B. immer viele Bücher gleichzeitig und bin unverbesserlich „lernsüchtig“.

Es reicht mir daher nicht, als Anwältin zu arbeiten. Obwohl ich da komplexe Sachverhalte und mehr als genug zu tun habe, brauche ich noch anderes Hirnfutter. Vor allem die Kreativität. Sonst geh ich ein wie eine verdurstende Primel.

Deswegen – und auch um meine Gesundheit zu schonen – arbeite ich in Teilzeit. So habe ich noch Zeit und Kraft übrig für mein Seelenbusiness als Coach für Hochsensible UND meine kreativen Projekte – z.B. den Schöngeistrebell.

Wie so oft ist es essenziell, eine Balance zu finden, um den Stress im Job auszugleichen und die Elemente, die für wichtig sind, die aber im Job nicht enthalten sind, anderweitig auszufüllen. Wahrscheinlich wäre das in jedem anderen Beruf ähnlich.

Stress und Druck sind ohnehin eine Volksplage geworden. Außerdem ist unsere Berufswelt so hochspezialisiert, da ist es selbst in einem abwechslungsreichen Umfeld unmöglich, ein vielseitiges Interessensspektrum abzubilden. 40 Jahre denselben Job 9-5 machen ist daher nicht mein Weg. Und wenn du hochsensibel, vielinteressiert oder vielbegabt bist, vielleicht auch nicht deiner. Out of the box Modelle, wie z.B. Teilzeittätigkeit und ein zweites Standbein, können eine Lösung sein.

Herausforderungen als hochsensible Juristin im Konzern

Als Unternehmensjuristin im Großkonzern hast du in der Regel viele Freiheiten, dich zu strukturieren und Dinge zu managen.

Das hilft, mit der großen Dynamik zurechtzukommen: Fristen, Hierarchie- und Betriebsstrukturen einhalten, Schnittstellen zu anderen Bereichen, diverse Prozesse beachten – all das bekommt dort einen ziemlichen Drive.

Durch die verschiedenen Aufgaben und die hohe Komplexität wird es wirklich nie langweilig – was gleichzeitig Vorteil als auch Nachteil ist. Ich mag den Kontakt zu den Kollegen und das internationale Flair, die Kommunikation auf Englisch und die Weltoffenheit.

Auf der anderen Seite sind Ruhe und Gleichförmigkeit, die Entspannung zulassen würden, quasi null vorhanden. Kaum denke ich, mir etwas Luft verschafft zu haben, trudelt schon eine neues Thema ein, das noch dringend gemanagt werden muss. Das ist manchmal ziemlich herausfordernd für mich als Hochsensible.

Rechtsanwältin sein hat mit Suits wenig zu tun

Ich hab Anwaltsserien seit dem Ende von Edel und Starck aufgegeben, aber was ich über Suits weiß, hat mit meinem Job wenig zu tun. Der hat mehr mit Arbeit und Durchhaltevermögen zu tun, als im schicken Kostüm mit coolen Sprüchen den Gegner verbal k.o. zu schlagen.

Die Verhandlungen, die ich mit anderen Anwälten führe, sind mit dem filmtypischen Schlagabtausch, der in amerikanischen Serien gezeigt wird, nicht wirklich vergleichbar. Bis auf wenige Ausrutscher läuft es ganz überwiegend sachlich und kollegial ab.

Die schwierigen Gespräche führe ich meist mit Managern. Wenn ich ihre Projekte, die sie unbedingt und sofort durchbekommen wollen, nicht absegne. Ich bin dann die Spielverderberin und muss dem Druck, der aufgebaut wird, standhalten. Das kommt regelmäßig vor und dafür braucht man dann gute Nerven.

Du möchtest easy & selbstbewusst im Job überzeugen?

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Warum Hochsensibilität nicht das Gegenteil von Erfolg ist, sondern Teil davon

Ein großer Vorteil der Hochsensibilität ist, dass du die Menschen so gut spüren und lesen kannst. Es schafft einfach keiner, dich anzulügen. Merkst du auch sofort, wenn Spielchen gespielt werden oder etwas gesagt wird, was die Person gar nicht so meint? Das ist nicht überirdisch oder magic, sondern liegt daran, dass du schon kleinste Veränderungen im Gesicht, der Gestik oder der Stimme wahrnimmst. Das kann echt hilfreich sein – in Verhandlungen UND im Leben. Am Ende ist schließlich das halbe Leben eine Verhandlung. Sei es im Job oder wenn du mit deinem Partner redest, wer heute die Kinder abholt.

Finde deinen eigenen Stil

Mir wurde irgendwann klar: Lautstärke und Aggression sind nicht mein Ding und auf manipulieren hab ich auch keinen Bock. So hab ich meinen eigenen Stil gefunden. Ich nehme mein Gegenüber mit seiner Stimmung und seinen Zielen wahr, nehme sie ernst. Das bedeutet aber nicht, dass ich sie automatisch erfülle. Dann wär ich ja eine schlechte Anwältin. Doch schon allein durch das Wahrnehmen und meine Empathie fahren die Leute meist runter, wodurch eine sachliche Unterhaltung überhaupt erst möglich wird. Klar bin ich lösungsorientiert und an kreativen Wegen interessiert, bleibe aber, wenn es rechtlich nicht vertretbar ist, in der Sache hart.

Grenzen erkennen und an ihnen festhalten – das war ein steiniger Lernprozess, der aber essenziell für mich war.

“Als Anwältin bist du eine personifizierte Grenze.”

Wie du am besten damit umgehst, dass du anders bist

Ich hab mich schon immer stark von den meisten anderen Menschen unterschieden. Das anders sein war für mich als Kind und Jugendliche eine große Belastung. Ich fand mich komisch, wollte „normal“ sein und hab versucht, mich möglichst klein zu machen, um bloß nicht aufzufallen. Inzwischen kann ich meine Besonderheiten anerkennen und bin sogar stolz auf sie. Das war aber ein langer Weg. Für mich war der wichtigste Punkt, mich selbst zu akzeptieren und gut zu behandeln.

Geholfen hat mir, auf meine Bedürfnisse zu hören. Nur wenn die erfüllt sind, hab ich die Nerven für alles und kann meine Hochsensibilität positiv nutzen.

Wenn ich in meiner Mitte bin, kann ich die Emotionen anderer Leute wahrnehmen, lass mich aber nicht mitreißen. Bleibe bei mir. Das ist total wichtig, sonst verschwimmen die Gefühle mit denen der anderen.

Ich achte penibel darauf, Reizüberflutung wo es nur geht zu vermeiden z.B. indem ich Bildschirmmedien sehr gezielt nutze. Ich konzentriere mich auf einzelne Teilbereiche, statt mich im Multitasking und Schwätzchen mit der freundlichen Dame vom Empfang zu verlieren. Auch wenn ein Schwätzchen ab und zu ganz nett sein kann.