Im Entwicklungsgespräch – überzeugend verhandeln

Selbstbewusst ins Entwicklungsgespräch – überzeugend verhandeln

Saßt du schon einmal in einem Entwicklungsgespräch oder einer Gehaltsverhandlung und statt der Erfolge, die du in deinen Projekten bereits hattest, denkst du nur an das Meeting, das gerade eskaliert ist? Eigentlich hattest du dich auf das Gespräch vorbereitet, seit Wochen geht es dir im Kopf herum und im entscheidenden Moment fällt dir nichts ein, weswegen gerade DU eine Gehaltserhöhung bekommen solltest. Doch statt dich jetzt nochmal darüber zu ärgern, habe ich eine Erklärung für dich, warum es dir und mir und auch schon vielen anderen so ging. Und ich habe einen Tipp, mit dem du bei deiner nächsten Verhandlung souverän überzeugen wirst.

Vielleicht kennst du diesen Effekt nämlich auch aus einer ganz anderen Situation. Schauen wir mal ein drastisches aber dafür eindrückliches Beispiel an, das wahrscheinlich jede von euch schon mal erlebt hat: Die Trennung einer Beziehung. Eine Lebensphase, die dazu ermutigt, wirklich alles in einem schlechten Licht zu sehen und nicht nur die ehemalige Beziehung, sondern auch vorherige Beziehungen und mich ganz grundsätzlich komplett zu hinterfragen. Ich habs schon wieder vergeigt. Jede Beziehung setz ich in den Sand. Schon wieder hab ich einen Typen vertrieben. Und auch im Job läuft alles beschissen. Ich bin einfach nicht da wo ich sein will. Meine Freundinnen sind mittlerweile schon alle verheiratet und haben Kinder und sind beruflich erfolgreich und so glücklich mit ihrem Partner – nur ich bin offensichtlich nicht für Beziehungen gemacht. Ich kann einfach nicht gut mit meinen Gefühlen umgehen, bin zu emotional. Deswegen werde ich wohl auch beruflich nicht ernst genommen. Das wird wohl alles nie etwas…

Und wenn du schon einmal in einem solchen Loch warst, indem du Tage lang nicht mehr aus dem Haus wolltest, weißt du wie grundsätzlich solche Krisen werden können. Und wie man in einer solchen Situation gut gemeinten Worte, das „alles wieder gut wird“ und so weiter…. der Freundinnen wirklich nicht glaubt. Es ist wie so eine farbige Brille, die alles Gute in deinem Leben und an dir ausblendet und du siehst nur noch das Schlechte.

Aber warum erzähl ich dir davon? Eigentlich wolltest du doch einen Tipp für dein nächstes Gespräch zu deiner Weiterentwicklung oder einer Beförderung. Ich erzähle dir dieses Beispiel, weil du bestimmt auch das Gegenteil kennst: Nämlich die rosarote Brille, in der überall die Sonne scheint und alles plötzlich zu klappen scheint, sich alle Dinge so wunderbar entwickeln, dass du das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht kriegst, weil du so verliebt bist, dass bestimmt auch alles andere im Leben super wird! Denn du hast so tolle Freunde und dein Job macht plötzlich richtig Spaß und die Projekte laufen.

Es ist das Mindset, das den Unterschied macht! Oder die Brille. Oder das worauf du gerade deine Aufmerksamkeit richtest. Denn so funktioniert unser Gehirn. Daher

1. Sei dir deiner Brille bewusst!

 

Bin ich glücklich fällt mir nur Gutes ein und traurig oder frustriert sehe ich nur noch das Schlechte. Der Blick auf mich und meine Situation ist durch meine aktuelle Stimmung gefärbt, das was ich gerade erlebt habe. Manchmal reicht sogar der ewig graue Himmel oder der strahlenden Sonnenschein, um meine Stimmung und wie überzeugt ich von mir bin beeinflussen. Schon erzähle ich mir meine Geschichte anders. Wie kam ich dahin, wo ich heute bin? Durch Zufall, durch Fleiß, durch Talent? Sehe ich gerade meine Stärken oder fallen mir nur meine Schwächen ein, wenn ich an meine bisherige Laufbahn denke?

Klar – jeder hat beides! Projekte, die richtig super liefen. Fähigkeiten, die wirklich wertvoll sind. Aber auch Meetings oder Präsentationen, in denen ich völlig auf dem Schlauch stand. Die Frage ist, was fällt mir in dem Moment ein, in dem ich jemanden von meinen Fähigkeiten überzeugen möchte? Und bin ich in dem Moment auch selbst davon überzeugt, dass ich die Gehaltserhöhung oder die Beförderung verdient habe. Denn sonst bin ich schnell dabei meine Leistungen einzuschränken, „eigentlich kann ich..“, „ich habe aber auch schon..“, „es lief doch ganz gut“. Oder habe „ich habe dieses Thema gelöst“, „das Meeting souverän geleitet“ und „effektiv einen Mehrwert geleistet“.

Und es geht mir nicht darum Formulierungen auswendig zu lernen! Denn nicht die exakten Worte überzeugen dein Gegenüber. Sondern der Ton macht die Musik. Du wirst überzeugend von innen heraus, weil du selbst überzeugt bist, dass du super Arbeit geleistet hast. Ohne dabei aufgesetzt protzen zu müssen. Ohne die Arbeit von anderen schlecht zu machen. Und auch ohne deine Leistung klein zu reden.

 

2. Erinnere dich an deine Erfolge!

Wenn du dazu neigst, dass du dir alles Schlechte super merken kannst und dagegen deine Erfolge schneller vergisst: Schaff ein Gegengewicht! Schreibe beispielsweise mal jeden Tag auf, was gut lief. Worauf bist du heute stolz? Was hast du richtig gut hingekriegt? Über welche positive Rückmeldung hast du dich gefreut? Vielleicht wird es am Anfang ganz schön ungewohnt sein und dich auch etwas Überwindung kosten. Aber es wird Gewohnheit werden und dir immer leichter fallen. Und wenn du vor einem wichtigen Gespräch stehst, dann holst du dein “Erfolgstagebuch“ nochmal raus. Erinner dich an deine Stärken und Fähigkeiten und wo du sie in verschiedensten Situationen gezeigt hast.

So kannst du deine Zweifel überwinden, selbstbewusst ins Gespräch gehen und von innen heraus überzeugen – weil du selbst überzeugt bist.

Du möchtest dich damit noch etwas ausführlicher beschäftigen? Dann lass uns das Jahr erfolgreich abschließen.

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Ich bin Jenna van Hauten und habe als Psychologin den Quereinsteig in einem internationalen IT-Konzern gewagt. Als Business Coach ist es mein Anliegen, Frauen darin zu unterstützen ihre unverwechselbaren Stärken kennen zu lernen und im Unternehmen sichtbar zu machen.

Warum eigentlich nicht?

Ich schätze an unserer Zusammenarbeit, dass Jenna von ganzem Herzen bei der Sache ist und mich auf dem Weg unterstützt, die beste Version meiner Selbst zu werden. Sie arbeitet sehr strukturiert um die Fäden beisammen zu halten, behält aber gleichzeitig ihre Kreativität bei der Lösungsfindung. Vielen Dank für deine Unterstützung und deine Lebensfreude und dass du einfach DU bist! Ich hoffe ich habe die Ehre noch lange mit dir zusammenzuarbeiten.
mit Herz
Lisa
Corporate Development Manager
Life isn't waiting, it's about learning to dance in the rain (Vivian Green). Bei Jenna im Coaching darf ich lernen im Regen zu tanzen. Ich darf mich im Hier und Jetzt weiterentwickeln und nicht die Zeit mit warten zu verbringen. Danke für die unglaublich liebevolle, kompetente und individuelle Unterstützung.
mit Herz
Alessa
Erzieherin

So macht Frau Karriere – inspiriert von den FrauenWirtschaftsTagen

So macht Frau Karriere –  inspiriert von den FrauenWirtschaftsTagen

Letzte Woche war ich bei den FrauenWirtschaftsTagen 2019 und habe mich von tollen Frauen inspirieren lassen. Sie sind alle auf ihre Art erfolgreich (geworden) und haben uns an ihren Erfahrungen teilhaben lassen. Ich möchte diese Inspiration und Gedanken heute mit dir teilen, um auch dich für deine Ziele zu motivieren.

Vorgestellt haben sich unter anderem eine Bereichsleiterin in der IT bei Bosch, eine ehemalige Abteilungsleiterin im Mittelstand, die jetzt Professorin für Informatik ist und eine Sängerin, die ebenfalls in einem sehr männerdominierten Umfeld arbeitet. Außerdem hat eine Unternehmerin mit über 20 Jahren Erfahrung berichtet, die Geschäftsführerin einer Messe, sowie die 1. Hafendirektorin eines deutschen Binnenhafens und eine Partnerin der KPMG. Eine bunte Mischung, beeindruckende Persönlichkeiten und sehr individuelle Karrierewege. Was wollen sie jüngeren Frauen mit auf den Weg geben?

 

„Ich werd‘ das Ding rocken“

Ein Thema, das fast alle dieser Frauen immer wieder betont haben: Trau dir was zu! Frag dich bei einem neuen Job nicht: Kann ich das schon? Sondern „Kann ich das lernen?“ Ganz nach Pippi Langstrumpf: “Das habe ich vorher noch nie versucht, also bin ich sicher, dass ich es schaffe!“

Spannend fand ich zum Beispiel, wie die Informatikerin damals Abteilungsleiterin wurde und erst im Bewerbungsgespräch bemerkt hatte, dass es sich dabei um eine Führungsposition handelte. Auf der Stellenausschreibung stand 1000 PCs, aber da sie nicht wusste, was das bedeuten solle, hatte sie es ignoriert und nun ging es um etwa 100 Mitarbeiter. Sie ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, bekam die Stelle und nahm die Herausforderung an.

Oder eine zweite beeindruckende Frau, die erzählt: Als Juristin des Hafens kannte sie bereits seit einigen Jahren die Geschäfte des Hafens gut. Als dann die Stelle des Hafendirektors überraschend neu besetzt werden musste, war klar, dass sie sich bewerben würde. „Ich wusste, dass das mein Job ist! obwohl sich auch noch andere beworben hatten…“

Wo möchtest du dir Neues zutrauen? Oder um ein Bild aus dem Vortrag Female leadership einer Professorin der HS Pforzheim zu verwenden: Was denkst du, was du kannst? Und was kannst du alles tatsächlich?

Gerade am Anfang ihres Informatik-Studiums saß sie oft in den Vorlesungen und hat gar nichts verstanden. Ein ganz simpler Satz ihrer Mutter hat sie dabei immer wieder begleitet „Andere kochen auch nur mit Wasser.“ Und sie wusste, dann kann sie das auch lernen.

 

Netzwerken, Mentoring und von anderen Lernen

Denn gleichzeitig muss sie nicht alles selbst lernen, sondern hat sich auch immer wieder Rat eingeholt von anderen und dabei viel gelernt, auch später in ihrer Führungsrolle. Wer in deinem Umfeld kann schon, was du lernen willst?

Bei KPMG war es ein offizielles Mentoring-Programm, das genau das gefördert hat: von denen zu lernen, die schon weiter sind. Und gleichzeitig auch sich selbst bewusst Zeit zu nehmen, um die eigenen Ziele zu reflektieren, sich genau zu überlegen, wo möchte ich weiterkommen, in welchen Punkten möchte ich mich weiterentwickeln.

 

Sei du!

Dazu haben mich besonders die Worte der Sängerin inspiriert, wie sie mit der manchmal aufkommenden Unsicherheit umgeht, um auf der Bühne trotzdem konzentriert, leistungsfähig und ganz bei sich sein zu können.

Ich muss ICH sein, um in meiner vollen Kraft zu sein.

Dieses unglaubliche Bewusstsein für die eigenen Ziele, die eigene Stärke und gleichzeitig auch die eigene Schwäche hat mich sehr beeindruckt. So hatte sie sich nach einigen Jahren bewusst gegen weitere Jobs im Fernsehen entscheiden. Suche dir eine Umgebung und umgib dich mit Menschen, die dir gut tun. Denn was Erfolg für dich bedeutet, kannst nur du selbst herausfinden.

Und auch die Bühne, auf der sie eine Rolle spielt, in die sie manches eben auch nicht mit nimmt, zum Beispiel ihren inneren Kritiker, wie ihn eine der anderen Frauen aus der Runde nannte. Denn auch wenn die innere kritische Stimme in vielen Situationen ihren Platz hat. Jeder hat auch noch andere Stärken in seinem inneren Team – vielleicht die Kreative, die Gelassene, die Strukturierte, die Begeisterte. Welche Seite in dir möchtest du in welcher Situation lauter werden lassen?

In diesem Sinne, denke groß, glaub an dich, suche dir Unterstützer*innen und bleib in allem ganz du selbst!

im Urlaub in den Bergen im Schnee

Ich bin Jenna van Hauten und habe als Psychologin den Quereinsteig in einem internationalen IT-Konzern gewagt. Als Business Coach ist es mein Anliegen, Frauen darin zu unterstützen ihre unverwechselbaren Stärken kennen zu lernen und im Unternehmen sichtbar zu machen.

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Impostor-Syndrom: Warum du kein Hochstapler bist

Blogartikel-Bild: Warum du kein Hochstapler bist - obwohl du Glück hattest by Jenna van Hauten

Impostor-Syndrom: Warum du kein Hochstapler bist, obwohl du Glück hattest

Kennst du diese manchmal leisen, manchmal vielleicht auch lauten Zweifel, dass du nur durch Zufall oder Glück dahin gekommen bist, wo du jetzt bist? Hast du manchmal Sorge, ob irgendwann auffliegen wird, dass du gar nicht so kompetent bist, wie alle dachten?

Diesen Effekt nennt man neudeutsch Impostor-Syndrom und der betrifft nicht nur Frauen! Tatsächlich betrifft das Frauen und Männer in gleichem Maße und tritt häufiger auf, je erfolgreicher eine Person ist. Anderson schreibt in einem Artikel sogar umgekehrt: „Feeling like an Impostor is not a syndrome – it’s a totally normal part of experiencing success“[1].

Daher wenn auch bei dir manchmal die Zweifel hockommen, dann stell dir nicht die Frage, was diese Zweifel über deine Kompetenzen aussagen (nämlich nichts 😉 dazu aber gleich noch mehr!). Nein, frag dich, wie du mit diesen Zweifeln umgehen willst, so dass du trotzdem, dein Potenzial voll einbringst und den Mut hast, neue Entwicklungsschritte zu wagen. Dazu habe ich ein paar Tipps für dich:

 

1. Du bist nicht durch Zufall da, wo du heute bist!

Auch wenn du es selbst nicht komplett geplant hast und schon vor 10 Jahren genau wusstest, dass du heute hier sein würdest: Du bist nicht durch Zufall so weit gekommen!

Ich habe von einem Vortrag gehört zur gegenseitigen Ermutigung von Frauen für Frauen. Erfolgreiche Frauen berichten von ihren Erfahrungen und wie sie dahin gekommen sind. Eine Bereichsleiterin hat von ihrem wohl beeindruckenden Werdegang erzählt. Ihr Fazit: Sie wisse auch nicht genau wie sie dahin gekommen war, sie hatte eben immer einen Chef, der sie gefördert hatte. Das ist Glück. Und zweitens hat sie eben auch keine Kinder. Das ist sicher auch von Vorteil gewesen.

Schon wenn ich das schreibe platzt mir fast die Hutschnur – und das obwohl ich keinen Hut trage 😀 Aber ich befürchte, dass diese Art von „Ermutigung“ viel zu häufig erzählt wird.. und hängen bleibt nur: Ich brauche eben Glück – das habe ich nicht in der Hand und wenn ich Kinder will, wird das eh nichts. Schade. Und es ist so verständlich, dass sich da viele Frauen entmutigen lassen und aufhören, an ihre Träume zu glauben. Doch das müsste nicht sein!

Denn eines ist definitiv richtig: Ja, vieles im Leben entwickelt sich durch Zufälle und Glück. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort, mit der richtigen Person im Gespräch, jemand öffnet eine Türe und gibt mir eine unwiderstehliche Chance. Und gleichzeitig: Dass du Glück hattest, heißt nicht, dass es jeder andere auch geschafft hätte! Du bist in die richtige Richtung losgelaufen, um zur richtigen Zeit am richtigen Ort anzukommen. Auch wenn du es selbst nicht wusstest, was dich dort erwarten würde. Du warst offen für ein Gespräch mit der richtigen Person. Du hast die Türe bemerkt, die dir jemand geöffnet hat und hattest den Mut hindurch zu gehen, um zu sehen, was der nächste Raum für Möglichkeiten bietet.

Du hättest das alles nicht erreicht, wenn dein Chef dich nicht gefördert hätte? Das hat er oder sie auch nicht aus reiner Selbstlosigkeit getan, um dir zu helfen, weil du selbst nichts könntest. Sondern, weil du ihn mit deinen Fähigkeiten begeistert hast. Und er hat auch nicht jeden seiner Mitarbeiter gleichermaßen gefördert. Sondern dich! Und das hat mit dir und deinen Stärken zu tun! Du darfst dankbar sein, denn das ist keine Selbstverständlichkeit! Viele talentierte Mitarbeiter werden von ihren Vorgesetzten klein gehalten, damit sie noch lange da bleiben und nicht so viel Gehalt wollen… Ich bin meinen Chefs sehr dankbar, dass sie an mein Potenzial geglaubt haben, dass sie meine Begabungen gesehen haben und dass sie mich ermutigt und gefördert haben. Und ich bin auch stolz. Das ist kein Widerspruch. Ich bin auch stolz, wie ich mich immer weiterentwickelt habe, was ich heute kann und wo ich heute bin. Ich kann nicht alles – natürlich gibt es viele im Unternehmen, die mir an vielen Stellen weit voraus sind. Das macht für mich aber nicht das schlecht, was ich besonderes einbringen kann, das kein anderer auf diese Weise mitbringt. Daher:

 

2. Hör auf dich zu vergleichen!

Niemand ist gleich und kein Vergleich ist fair. Jeder Mensch ist einzigartig mit ganz besonderen Stärken. Niemand hat die gleichen Kompetenzen wie du. Niemand geht Aufgaben auf genau die gleiche Art an, niemand geht genauso mit Kollegen oder Kunden um, niemand sieht die Dinge genau so wie du sie siehst. Und wenn du dich mit deinen Stärken beschäftigst, wirst du feststellen, dass es oft genau diese Stärken sind, die in anderen Situationen deine größten Schwächen sind. Es mag fantastisch sein, wenn du viel Geduld hättest, bis ein langwieriges Projekt durch ist und an anderer Stelle ist es eben deine Ungeduld, die alle Kräfte mobilisiert, um neue Wege zu finden und die anderen endlich zum Laufen zu kriegen. All das macht dich zu der unverwechselbaren Person, die du bist. Genau wegen dieser Kombination aus Stärken und Schwächen bist du genau die richtige für den Job, der wirklich zu dir passt! Deswegen hör auf dich zu vergleichen! Du bist unvergleichlich 🙂 Stattdessen

 

3. Lerne deine Stärken kennen und lieben

Du musst nicht genau wie irgendjemand sonst sein, um kompetent genug für deinen Job zu sein. Fang an, Erfolge dir selbst zuzuschreiben:

Wer Erfolge internalen Gründen zuordnet, wie den eigenen Fähigkeiten oder dem eigenen Fleiß – wird stolz und ist motiviert beim nächsten Mal wieder auf die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen oder hart zu arbeiten. Wer glaubt, dass der Erfolg durch externale Gründe entstanden ist, wie Zufall oder Glück oder die Unterstützung eines Kollegen, der muss beim nächsten Mal wieder auf das Glück hoffen und hat den Erfolg nicht selbst in der Hand.

Mit Misserfolgen funktioniert das genauso. Und jetzt Hand aufs Herz: Woran lag es, wenn etwas schief lief? Pech, Zufall, ein Kollege, der’s vergeigt hat (external) – oder suchst du da zuerst nach deinen Schwächen (internal)?

Impostor ist die Kombination, wenn Erfolge fast ausschließlich externalen Gründen zugeordnet werden, während für die Misserfolge internale Gründe herangezogen werden. Für meine Erfolge kann ich nichts, aber an den Misserfolgen bin nur ich Schuld. Das demotiviert und macht hilflos – weil ich beim nächsten mal nichts daran ändern kann. Was wenn du es mal umgekehrt machen würdest? Du schreibst deine Erfolge dir selbst und deinen Fähigkeiten zu und bei den Misserfolgen hattest du Pech oder warst nicht gründlich genug. Dann bleibst du motiviert, kannst stolz sein auf deine Erfolge und aus den Misserfolgen lernen.

Ist das nicht Schönrederei und Selbstüberlistung, wenn ich das so mache? Ich frage mal umgekehrt: Ist es nicht Schlechtrederei und Selbstüberlistung, wenn du es anders herum siehst?

Die Wahrheit liegt meistens dazwischen. Auch wenn das Glück dir wohlgesonnen wahr, schließt das nicht aus, dass du deine Erfolge nicht auch deinen tolle Fähigkeiten zuschreiben kannst! Auch wenn du Glück hattest, um dahin zu kommen, wo du heute bist, bedeutet es nicht, dass du es nicht verdient hast.

Du möchtest dir deiner Stärken bewusster werden, um wieder an dein Potenzial zu glauben und es einzubringen? Auf diesem Weg unterstütze ich dich von Herzen gerne, wenn du das möchtest! Hier kannst du dich für eine kostenlose 45 min-Telefon-Session eintragen.

im Urlaub in den Bergen im Schnee

Ich bin Jenna van Hauten und habe als Psychologin den Quereinsteig in einem internationalen IT-Konzern gewagt. Als Business Coach ist es mein Anliegen, Frauen darin zu unterstützen ihre unverwechselbaren Stärken kennen zu lernen und im Unternehmen sichtbar zu machen.

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