Schlagfertigkeit lernen – egal ob du introvertiert oder extravertiert bist

Schlagfertigkeit lernen – egal ob du introvertiert oder extravertiert bist 

Auf einen unangebrachten Kommentar souverän reagieren? Viele wünschen sich schlagfertiger zu werden und frechen Sprüchen nicht perplex und sprachlos gegenüber zu stehen. Was es dazu neben einfachen Tricks an Mindset und Selbstbewusstsein braucht, das erklärt uns die Kommunikationsmentorin Madeleine Kumbartzki. Sie beantwortet uns die Frage, ob Schlagfertigkeit lernbar ist und wie du damit am Besten anfangen kannst..

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Hast du auch sofort ein Bild vor Augen, wie du wärst, wenn du schlagfertiger sein könntest? Vielleicht cool und lässig, vielleicht sexy und sicherlich: souverän.

Schnell holt uns unsere Realität wieder ein: „So werde ich nie sein. Ich bin halt nicht schlagfertig.“

In diesem Beitrag möchte ich diese Vorstellung von Schlagfertigkeit hinterfragen und Tipps geben, was besonders introvertierte Frauen tun können, um sich Richtung Schlagfertigkeit zu entwickeln.

Verantwortung übernehmen

Häufig suchen wir die Gründe für unsere Gefühle und Handlungen im Außen. Dann ist es der Kollege, der bissig ist, die Chefin, die zu viel verlangt, die Kund*innen, die nerven, der Partner, der nicht zuhört.

Stop!

Das ist nicht dein Weg zu einem selbstbewussten und und souveränen Leben. Das ist eine Sackgasse. Der Weg ist, dass du die Verantwortung für dich selbst und dein Leben übernimmst.
Verantwortung ist oft negativ konnotiert, fühlt sich schwer an, manchmal auch bedrohlich. Die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen ist jedoch ein Geschenk. Denn du hast immer die Wahl, wie du auf Situationen reagierst. Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen heißt schlicht, handlungsfähig zu sein, wählen zu können.

Nimm dein Leben, die unangenehmen Situationen an. So wie sie sind. Annehmen ist dabei nicht dasselbe wie hinnehmen. Hinnehmen bedeutet Resignation. Annehmen bedeutet, sich aufzurichten und nach Lösungen zu suchen.

 

Was Schlagfertigkeit mit Selbstwert zu tun hat

Schlagfertige Menschen sind smart, gewiss, und sie sind noch etwas viel Größeres: Sie sind es sich selbst wert, sich zu wehren. Und weil sie mit sich im Reinen sind, können sie auf unterschiedliche Weise schlagfertig sein: flapsig, ernst, humorvoll.

Wenn ich auf einen unangenehmen Spruch oder einen Angriff keine Reaktionsmöglichkeit habe, völlig perplex bin, dann hat das häufig mit meinem Selbstwertgefühl zu tun.

Bin ich es mir selbst wert, mich zu wehren und zwar sofort? Bin ich es mir selbst wert, mich zu zeigen und für mich einzustehen? Bin ich mir meiner eigenen Stärken bewusst?

Fehlt mir ein gewisses Maß an Selbstliebe, bringt es mir z.B. nichts, schlagfertige Sätze auswendig zu lernen. Mein Gegenüber wird sofort merken, wenn meine Haltung nicht mit meinen Worten übereinstimmt. Mangelndes Selbstwertgefühl verkörpert sich, d.h. man sieht es mir an meinen hängenden Schultern, meiner leisen Stimme und meinem gesenkten Blick an.

Es hilft auch nicht, einfach nur lauter zu sein. Auch das spiegelt nicht zwingend Souveränität wider.

Souveränität stellt sich dann ein, wenn du dir deiner Fähigkeiten, Ressourcen, deines Könnens und deines eigenen Wertes für DICH (nicht für andere) bewusst bist und dies auch lebst.

Wie man da hinkommt? In einem ersten Schritt höre dir selbst zu, wie du mit dir redest:

 

Selbstliebe statt Verurteilung

Wir selbst sind unsere größten Kritikerinnen und da wir uns bei uns nicht zurückhalten müssen, fällt diese Kritik häufig vernichtend aus.

Du kennst sicherlich Gedanken wie: „Nie fällt mir etwas ein! Das war ja klar, dass ich wieder den Mund nicht aufbekomme! Andere sind da viel souveräner als ich!“

Ich kann diese Gedanken gut verstehen. Früher habe ich auch so mit mir gesprochen. Nur bringen sie uns kein Stück weiter. Wir werden nicht zufriedener leben, nicht mehr Erfolg haben und schon gar nicht souveräner sein.

Wenn du das nächste Mal diese Gedanken wahrnimmst, dann gehe liebevoll mit dir um. Sage dir z.B.: „So möchte ich nicht mit mir reden. Ich bin ein lernendes Wesen und darf Fehler machen. Ich muss mich nicht dafür verurteilen, dass mich jemand anderes in diese Situation gebracht hat.“

Um unsere Gedanken wahrzunehmen und nicht direkt zu bewerten, braucht es etwas Übung. Achtsamkeitsübungen und Meditation sind hier wirksame Mittel.

Versuche eine Situation, in der du deiner Meinung nach, nicht souverän reagiert hast, wertzuschätzen als Lernmöglichkeit. Versuche sie rückwirkend zu betrachten, ohne sie zu bewerten, und wenn dir später eine gute Antwort einfällt, dann notiere sie dir.

Wie oben beschrieben, sollst du sie nicht auswendig lernen. Wenn du sie aufschreibst und immer wieder anschaust, prägen sich deine Reaktionsmuster ein. Aufbauend auf diese Muster, kannst du zukünftig reagieren. Denn diese Sätze sind bereits in dir.

 

Bedürfnisse ergründen

Dies funktioniert auf zwei Seiten:
Auf der eigenen Seite zu schauen, was passiert mit mir, wenn ich einen Angriff erlebe? Warum macht es mich perplex und sprachlos? Welches meiner Bedürfnisse wird in diesem Moment von der anderen Person nicht erfüllt?
Auf der Seite des Gegenübers lohnt es sich ebenso darüber nachzudenken, warum die Person so agiert. Welche Bedürfnisse könnten bei dieser Person nicht erfüllt sein?

Das heißt nicht, das Verhalten zu entschuldigen oder zu akzeptieren. Es fördert jedoch Verständnis für die andere Person und die eigene Wut, Scham oder Ärger verlieren an Kraft.
Dadurch gewinnst du Abstand zur Situation, wirst ruhiger und kannst auch leichter zukünftige Antwortmöglichkeiten finden.

Wenn wir nicht auf Konfrontation aus sind, ist Schlagfertigkeit nicht unbedingt die beste Wahl. Ein emphatischer Satz nimmt dem ganzen unter Umständen sogar die Luft aus den Segeln.
Verständnis zu entwickeln, emphatisch zu sein, ist ein Akt von Selbstbewusstsein und Größe. Verunsicherung, Ohnmacht und „Kleinfühlen“ haben dort keinen Platz mehr.

3 Tipps, für mögliche Reaktionen

1. Durchatmen

Wir verfallen in Schockstarre, obwohl wir reagieren sollten, weil wir emotional getroffen sind. Das Herz fängt an zu rasen, der Schweiß zu fließen, der Mund wird ganz trocken und in unserem Kopf rattert es wie eine alte Dampflock.

Auf diesem Erregungslevel kann uns keine souveräne Antwort einfallen. Deshalb: Atme erst mal tief durch. Das darf dein Gegenüber ruhig sehen, denn es ist bereits eine erste Möglichkeit, souverän zu reagieren.

Mach dich beim Einatmen groß, schau latent genervt oder belustigt, zieh die Augenbrauen etwas hoch und atme hörbar aus. Du suggerierst hierdurch deinem Gegenüber, dass er dich eben nicht getroffen hat.

Stehst du noch ganz am Anfang deines schlagfertigen Lebens, mache es kurz: Knappe Antworten wie „aha“, „soso“, „wenn du meinst“ und dann das Thema wechseln.

2. Nicht erklären oder rechtfertigen

Gerade Kritik oder ein Kommentar über unser Verhalten verleitet uns dazu, uns zu erklären und zu rechtfertigen. Das ist eine Reaktion, die wir unbedingt ablegen dürfen. Wir müssen uns nicht erklären für etwas, das wir getan oder gesagt haben. Von dem wir überzeugt waren, dass es richtig ist. Und selbst, wenn wir einen Fehler gemacht haben gibt es keinen Grund, sich zu rechtfertigen. Das möchte schließlich unser Gegenüber erreichen: Das wir uns verunsichern lassen.

Mein Tipp: Wenn du gedanklich schon nach einer Erklärung suchst, sage dir „stop“. Dann kannst du mit einer knappen Antwort kontern: “Danke, ich komme zurecht.“, „Hatten Sie etwa Zweifel?“ oder „Ich verstehe Ihre Frage nicht.“ Entweder hat sich die Sache dann erledigt oder ihr kommt ins Gespräch.

Warum möchtest du dich nicht mehr rechtfertigen? Weil es völlig okay ist, wenn du etwas nicht weißt. Weil es völlig okay ist, wenn du einen Fehler machst. Weil du es wert bist, dass du für dich einstehst.

3. Rückfragen stellen

Wenn du nicht weißt, wie du reagieren sollst, dann stelle Rückfragen: „Wie meinen Sie das?“, „Aha interessant, können Sie mir dazu mehr sagen?“, „So so, wie würden Sie es denn umsetzen?“, oder schlicht: „Danke, ich denke darüber nach.“
Mit Rückfragen kitzelst du dein Gegenüber aus der Reserve. Plötzlich muss er*sie sich erklären und manchmal zeigt sich dann, dass hinter dem blöden Spruch überhaupt nichts mehr steckt.

Umgang mit Sexismus

Oft erleben wir Frauen nicht nur Kritik oder mal einen blöden Spaß, sondern sehr häufig sind diese sexistisch. Auch das Hinterherpfeifen auf der Straße ist ein sexistischer Akt, der Catcalling genannt wird.

Wie kannst du in solchen Fällen reagieren?
Sexistische Witze sind nicht lustig. Lache nicht mehr mit und lächle nicht mehr milde.
Ja, wir könnten als „Spielverderberinnen“, als humorlos abgestempelt werden. Dennoch: Sexismus kennt keinen Humor.
Sexismus ist ein System, um gewisse Menschen aufgrund bestimmter Merkmale, in diesem Fall heterosexuelle Männer, zu bevorteilen und mit Privilegien auszustatten, die Frauen*, homosexuellen und transgeschlechtlichen Menschen verwehrt bleiben.

Weise bei sexistischen Sprüchen drauf hin, dass es sexistisch ist und du so etwas in deiner Gegenwart nicht hören willst.

Nicht immer wirst du eine beleidigte Reaktion erfahren. Häufig ist es Männern unangenehm und leider einfach nicht bewusst, dass sie sexistisch handeln.
Bei Catcalling entscheide, wie du dich in dem Moment sicher fühlst. Das Pfeifen oder Hinterherrufen zu ignorieren, abzuwinken und einfach weiterzugehen, sind absolut legitime Reaktionen.

Wie du dein Selbstbewusstsein noch nachhaltiger steigern kannst

Oben habe ich bereits Sätze wie „Ich kann das nicht“, „Ich bin nicht gut genug“ erwähnt. Dies sind limitierende Glaubenssätze. Sie schränken dich ein und verhindern, dass du dein wahres Selbst lebst. Warum solltest du nicht selbstbewusst und souverän sein können, wenn es andere sind?

Es lohnt sich, diese Glaubenssätze aufzulösen und mehr innere Freiheit zu entwickeln. Mach dir deine Glaubenssätze bewusst und entdecke deine Stärken. So kannst du nachhaltig wirklich gelassen bleiben, egal was die anderen sagen. Denn du kennst deine Stärken und kannst deine Schwächen mit Humor nehmen. Dann musst du dich nicht rechtfertigen, sondern kannst – wenn du willst – auch schlagfertig kontern.

Dies ist ein Gastbeitrag von Madeleine Kumbartzki. Du möchtest mehr? Dann besuche Madeleines Website oder hol dir das kostenlose Notfall-Kit.

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Ich bin Jenna van Hauten

Seit 6 Jahren arbeite ich in einem internationalen IT-Unternehmen. Ich habe mich trotz Quereinstieg, Elternzeit, Teilzeit und sonstiger (vermeintlicher) Hindernisse, schneller beruflich weiterentwickelt als ich das unter Standardbedingungen für möglich gehalten hätte.

 
Heute teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen im Coaching und Kursen. Ich möchte dich darin begleiten, selbstbewusst deinen eigenen Weg zu gehen und deine beruflichen Ziele zu erreichen. Denn das ist nicht nur persönlich erfüllend, sondern macht auch die (Unternehmens-)Welt zu einem besseren Ort!

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The joyful way – warum dir deine Arbeit Spaß machen sollte

The joyful way – warum dir deine Arbeit Spass machen sollte 

The joyful way – das ist das Motto meiner Arbeit. Ich orientiere mich selbst immer wieder mit der Frage – wie macht mir meine Arbeit (mehr) Freude? Und auch meine Klientinnen ermutige ich stetig dazu. Warum? Weil du mit Freude deine Stärken aktivieren kannst und das gleich auf 4 Ebenen. Mit Freude kannst du motiviert und kreativ arbeiten und ganz nebenbei selbstbewusster überzeugen. So einfach – so wirkungsvoll! Deswegen widme den heutigen Artikel dem Thema, warum dir deine Arbeit Spaß machen sollte! 

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Vielleicht kennst du folgende Situation: Du triffst dich Freitag Abends mit einer Freundin und fragst sie, wie ihre Woche war. Völlig erschöpft berichtet sie über ihre super anstrengende Woche. Zahlreiche Überstunden, jeden Tag etliche Meetings und trotzdem hat sie das Gefühl immer noch nicht genug gemacht zu haben. Und du denkst: Wow, sie gibt ja alles. Sie macht bestimmt bald Karriere. Während du gleichzeitig an deine eigene Woche denkst und dich kaum zu sagen traust: Eigentlich hat es sogar Spaß gemacht. Deine Aufgaben gingen dir leicht von der Hand. In einer ausgiebigen Mittagspause hattest du eine richtig gute Idee, die dir viel Zeit gespart hat und du konntest jeden Tag pünktlich nach Hause gehen. Es fühlt sich irgendwie so an – doch ist das wirklich weniger wert?

 

Wie denkst du über Arbeit und Erfolg?

Ist das nicht normal, dass Arbeit stressig und anstrengend ist? Es heißt ja auch “Erst die Arbeit, dann das Vergnügen”. Arbeit ist dann also kein Vergnügen. Wir sind hier ja nicht bei “Wünsch dir was”. Aber werde ich wirklich nur dann wirklich erfolgreich, wenn ich mich extrem anstrengen muss, um meine Ziele zu erreichen?

In unserer Kultur scheint Arbeit ganz selbstverständlich mit Stress verbunden. Erfolg ist nur dann möglich, wenn ich mich anstrengen muss, um meine Ziele zu erreichen. Da überrascht es nicht, dass Burnout so weit verbreitet ist. Arbeit die stressig ist und uns auslaugt ist heutzutage viel mehr Wert, als Arbeit, die leicht von der Hand geht und Freude bereitet. In vielen Branchen wird es schon fast erwartet, Überstunden zu machen, um weiter zu kommen. Macht Arbeit Spaß, wird sie schnell mal als Hobby abgestempelt oder der Mitarbeiter als nicht wirklich engagiert. Aber ist es nicht eigentlich so, dass gerade in der Arbeit, die uns leicht fällt, auch unsere Stärken liegen? Deshalb sind wir ja so gut darin… oder etwa nicht?

 

Warum du Spass an deiner Arbeit haben solltest

 

Macht dir deine Arbeit Spaß oder fühlt es sich anstrengend an? Jeden Tag voller Termine, zähe Aufgaben, bei denen die Zeit nicht vergeht, von einem Projekt in das nächste… Was für den einen mega anstrengend ist, kann für den anderen die pure Freude sein. Wie ist das bei dir? Machst du die Arbeit, die du machen willst oder die du machen musst? Eine ehemalige Vorständin hatte den schönen Rat: Wenigstens 3 von 5 Tagen solltest du gerne zur Arbeit gehen. Ich bin davon überzeugt, dass du über Freude viel mehr im Job erreichen kannst als über Druck und Stress. Lass es mich Schritt für Schritt erklären, warum diese Frage so entscheidend ist.

 

1. Freude aktiviert deine innere Stärke

Freude ist ein Mindset. Freude lässt sich sehr gut mit einer Brille vergleichen. Sie hilft dir, eine andere Sicht auf dich und die Welt zu bekommen. Vielleicht kennst du ein ähnliches Beispiel mit der rosaroten Brille. Wenn wir verliebt sind, finden wir plötzlich alles so wundervoll. Egal, was diese eine Person macht, trägt oder sagt – alles an ihr ist toll. Einen so wundervollen Menschen gibt es kein zweites Mal auf dieser Welt. Kommt dir dieses Gefühl bekannt vor 😉 ? Spätestens in ein paar Monaten, fallen dann doch die ein oder anderen Macken an auf und du fragst dich „Wie konnte ich das nur übersehen?“

Ähnlich ist es auch mit Selbstbewusstsein. Worauf lege ich den Fokus: Konzentriere ich mich nur auf die Dinge im Leben, die anstrengend sind und die nicht geklappt haben, die Dinge, die ich nicht so gut kann oder sehe ich meine Stärken und Erfolge? Die Kunst ist es, die Waage im Gleichgewicht zu halten, sowohl das Gute, als auch das Schlechte zu sehen. Zu wissen, dass ich einen einzigartigen Mehrwert bringe, obwohl ich auch manches nicht so super kann.

Ok, verstanden. Aber Selbstbewusstsein hin oder her… was hat das denn jetzt mit der Freude zu tun? Freude hilft dir, diese Brille aufzusetzen und das Gute zu sehen. Ein Mensch, der glücklich ist, sieht das Gute. Trägst du diese Brille, werden dir beim Rückblick auf die vergangene Woche besonders die guten Ereignisse auffallen. Eine glückliche Grundeinstellung führt also dazu, dass du dich vermehrt an glückliche Momente erinnerst. Genau das gleiche Prinzip funktioniert auf bei Stolz. In einer Situation, in der du etwas Großartiges geschafft hast, fallen dir wahrscheinlich noch ein paar weitere Erfolgssituationen ein.

Das Ganze lässt sich allerdings auch umkehren: Wenn du gestresst bist und dich darauf fokussierst, dass du immer noch nicht da bist, wo du eigentlich gerne sein möchtest, wird dein Blick enger. „Oh nein! Das Projekt ist immer noch nicht abgehakt. Die Deadline ist schon überschritten und ich habe noch so viel zu tun. Genau das gleiche Problem wie damals… Ich mache alles falsch!“ In diesen Momenten erinnerst du dich vor allem an Situationen in denen du es schon einmal nicht geschafft hast. Das führt wiederum zu einem noch höheren Stresslevel. Anstatt dich zu motivieren, lähmt es dich eher. Effizient zu arbeiten, fällt immer schwerer. Wie dich das lähmen kann in wichtigen Gesprächen und wie du damit umgehen kannst – dazu habe ich übrigens auch einen Blogartikel geschrieben.

Deshalb rate ich dir: Fokussiere dich auf die Freude! Mit der Freude im Fokus, schaffst du es, eine andere Brille aufzusetzen – eine Brille, die deine Stärken stärkt, anstatt dich zu bremsen. Jetzt kannst du dir über deine Stärken bewusst werden. Plötzlich fallen dir Situationen ein, in denen du schon einmal erfolgreich warst, die Ziele, die du schon erreicht hast. Freude setzt dir eine Brille auf, die deine Stärken aktiviert und du wirst selbstbewusster 🙂

 

2. Freude macht kreativ

Wenn du eine Herausforderung mit Freude angehst, kapitulierst du nicht so leicht. Freude macht kreativ und weitet deinen Blick. Plötzlich siehst du Möglichkeiten, die du unter Stress und mit Druck nie gesehen hättest. Dazu muss man sagen: Es gibt 2 Arten von Aufgaben. Zum einen Aufgaben, die hohe Konzentration und Genauigkeit erfordern, wo der Weg aber sehr klar ist – zum Beispiel Vokabeln lernen. Es ist völlig klar, wie das geht, man muss es halt machen. Zugegeben: Jeder, der mal auf den letzten Drücker für eine Klausur gelernt hat weiß das – hier hilft nur Stress und (Zeit-)Druck. Aber dann gibt es noch die Aufgaben, wo der Weg noch nicht so klar ist. Die komplizierteren Aufgaben, für die man sich erstmal eine Herangehensweise überlegen muss – und diese Art von Aufgaben sind weitaus häufiger. Ein neues Konzept erarbeiten, ein Projekt planen, ein Meeting leiten. Wenn du dabei auf Druck setzt und schnellst möglich an dein Ziel kommen möchtest, blendest du all das aus, was dir den Weg dorthin vereinfachen könnte. Es hindert dich daran, neue Wege zu gehen und kreative Lösungen zu finden. Doch genau die brauchst du eben manchmal, um wirklich erfolgreich zu sein. Mit Freude bei der Arbeit zu sein, wird dir helfen wirklich gute Ideen und Lösungen zu finden. Und das kann dir ganz nebenbei an manchen Stellen viel Arbeit ersparen (in diesem Video findest du übrigens noch weitere Tipps für weniger Überstunden – ohne dass deine Weiterentwicklung darunter leidet).

 

3. Freude überzeugt

Freude macht erfolgreicher, weil du Chancen wahrnehmen kannst, die du ohne diese Freuden-Brille nie gesehen hättest. Und nicht zu vergessen: Freude macht natürlich Spaß. Das wiederum steckt andere an. Freude ist ein wunderbares Mittel, um andere zu überzeugen. Wir sehnen uns nach Freude, deshalb hören wir am liebsten denjenigen Menschen zu, die mit Freude erfüllt sind und diese auf uns übertragen.

Stell dir vor, du arbeitest an einem neuen Projekt, für das du Unterstützung von deinen Kollegen brauchst. Wie kannst du deine Kollegen am besten von deinem Plan begeistern? Wenn du auf den Tisch haust und ihnen vorwirfst, du würdest in deinen Projekten immer alleine gelassen werden oder wenn deine Kollegen sehen, wie begeistert du selbst bist, an dem spannenden Projekt zu arbeiten? Das bedeutet natürlich nicht, dass die Arbeit nicht manchmal anstrengend wird. Aber WIE, oder besser gesagt MIT WEM möchten deine Kollegen wohl eher den Berg besteigen – mit jemanden, der ihnen die guten Dinge auf der Wanderung zeigt oder mit jemanden, der ständig Stress macht? Die harte Arbeit kommt so oder so. Entscheidend ist doch, was mich antreibt.

Ich möchte dir damit nicht sagen, dass du immer die bestgelaunteste Person im ganzen Büro sein musst… Mit Freude dabei zu sein, muss nicht bedeuten, dass die ganze Zeit nur gelacht wird – darf es aber, wenn du möchtest. Freu dich, so wie es dir entspricht. Was ich sagen möchte ist, dass dir deine Arbeit natürlich Spaß machen darf. Erfolg folgt der Freude. Wenn du mit Freude bei der Arbeit bist, wirst du damit andere leichter überzeugen. 

 
 

4. Freude motiviert

Freude macht optimistisch und motiviert dich, Dinge zu wagen, die du vielleicht noch nie ausprobiert hast. Freude ist wie ein innerer Motor, der nicht nur deine Kollegen, sondern viel mehr dich antreibt. Was macht dir Freude? Ich arbeite zum Beispiel gerne im Austausch mit anderen. Es macht mir Spaß, sich gegenseitig auf neue Gedanken zu bringen. Seit ich das weiß, hole ich mir bewusst mir Leute in meine Projekte, mit denen ich zusammenarbeiten kann. Ich plane meinen Tag so, dass ich nicht zu lange nur vor mich hin arbeite, sondern zwischendurch im Austausch bin. Dann kann ich viel motivierter und effizienter an die Arbeit ran gehen.

Wenn ich weiß, ein großes Projekt steht an, frage ich mich immer, was mir Spaß daran macht. In diesem Denken merke ich sofort, wie die Begeisterung mich motiviert und ich gleich anfangen will. Kennst du das, wenn du vor lauter Freude plötzlich den Drang verspürst tatkräftig zu werden? Mit diesem Gefühl arbeite ich am liebsten ;-). Alles geht so ein wenig leichter.

 

Wie du mehr Spaß an deiner Arbeit hast

Daher: Orientiere dich immer wieder an dem, was dir Freude macht. Ich stelle mir täglich mehrmals die Frage: Wie macht es mir Freude? Und dann starte ich mit der nächsten Aufgabe. Mach dir vor deinem nächsten Meeting bewusst, warum du gerne an dem Thema arbeitest und du wirst merken, dass du den Meeting-Raum viel motivierter betrittst.

Suche stets nach deinem joyful way. Wenn du merkst, dass du gestresst bist und dich deine Arbeit überfordert, halte einen Moment inne und überlege, ob es eine Möglichkeit gibt, wie du Freude an diesem Projekt haben könntest. Kannst du das Projekt vielleicht auch anders angehen, so dass es dir Spaß macht? Achte auf deine innere Stimme und bleibe stets auf der Suche nach der Art und Weise, wie es dir Freude macht. Lass dich nicht vorschnell damit abspeisen, dass Arbeit eben Arbeit ist – und daher kein Vergnügen. Denn ich hoffe, das ist mittlerweile deutlich geworden: Mit Freude kannst du selbstbewusster, kreativer, motivierter und überzeugender arbeiten.

Jetzt ist es an dir: Ich möchte dich nun dazu einladen, darüber nachzudenken, was dir Freude bereitet. Wenn du diese Frage beantwortest, suche nicht nach der perfekten Lösung – suche nicht nach dem „wie man das eben so macht“. Suche nach dem, was dir persönlich Freude an deiner Arbeit macht. Ganz egal, ob das etwas ist, was der 08/15 vielleicht nicht machen würde. Es geht um dich und deinen Weg, denn dann wirst du genau deine Stärken stärken und erfolgreicher sein, als du es dir vielleicht gerade noch vorstellen kannst. Und das auch noch entspannt 😉

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Ich bin Jenna van Hauten

Seit 6 Jahren arbeite ich in einem internationalen IT-Unternehmen. Ich habe mich trotz Quereinstieg, Elternzeit, Teilzeit und sonstiger (vermeintlicher) Hindernisse, schneller beruflich weiterentwickelt als ich das unter Standardbedingungen für möglich gehalten hätte.

 
Heute teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen im Coaching und Kursen. Ich möchte dich darin begleiten, selbstbewusst deinen eigenen Weg zu gehen und deine beruflichen Ziele zu erreichen. Denn das ist nicht nur persönlich erfüllend, sondern macht auch die (Unternehmens-)Welt zu einem besseren Ort!

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