Selbstbewusstsein vs. Arroganz- stolz ohne überheblich zu werden

Selbstbewusstsein vs. Arroganz – stolz sein ohne überheblich zu werden

Du möchtest selbstbewusster werden, deine Stärken kennen und stolz sein auf deine Erfolge. Aber das wirkt doch überheblich und arrogant, oder nicht?
Heute verrate ich dir, warum Selbstbewusstsein und Arroganz nicht das gleiche sind. Außerdem lernst du mit welchem einfachen Trick du aus tiefstem Herzen stolz auf dich sein kannst – ganz ohne arrogant zu werden. Das ist für mich echtes Selbstbewusstsein, mit dem du dich auch traust deine Ideen und Projekte gelassen einzubringen.

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Kennst du dieses innere Bedürfnis, einfach mal mit voller Überzeugung sagen zu können, dass du etwas richtig gut gemacht hast? Gleichzeitig hast du Menschen vor Augen, die sich wichtigtuerisch mit ihren Erfolgen in den Mittelpunkt stellen – und das willst du bitte auf keinen Fall! Ehe du so überheblich und arrogant wirst, hältst du dich doch lieber zurück.

ABER – bevor du vorschnell aufgibst: Echtes Selbstbewusstsein ist nie arrogant!

Lies dir diesen Artikel durch. Denn ich werde hier erklären, wie ich zu dieser provokanten Aussage komme. Und du erfährst meinen simplen Trick, wie du dein Selbstbewusstsein stärken und stolz auf deine Fähigkeiten sein kannst – und zwar OHNE das Risiko, überheblich oder arrogant zu werden.

 

Was ist Selbstbewusstsein?

Selbstbewusst bin ich dann, wenn ich meine Stärken kenne und weiß, was ich gut kann. Ich weiß, dass ich nicht durch Zufall, Glück oder nur durch die Unterstützung anderer dahin gekommen bin, wo ich jetzt bin (Wenn du genau daran zweifelst, lies mal den Beitrag zum Impostor-Syndrom). Ich bin mir selbst bewusst, d.h. ich sehe meinen Beitrag zu einem Erfolg (oder Misserfolg), z.B. bei einem Projekt im Job oder für meine berufliche oder private Entwicklung. Auf meine Stärken und meine Erfolge kann ich stolz sein.

 

Wann werde ich überheblich oder arrogant?

Wenn ich anfange, zu glauben, ich bin die Einzige, die etwas zu einem Erfolg beigetragen hat – mich über meine Kollegen zu heben, dann bin ich überheblich. „Schaut euch mein Projekt an. Das ist das Einzige, das hier etwas zum Erfolg des Unternehmens beigetragen hat.” oder „In meinem Team bin ich doch die Einzige, die etwas leistet.“ Das wäre in der Tat arrogant!

Und ja, es gibt Menschen, die sind überheblich und arrogant. Das kann man übrigens auch sein völlig ohne Selbstbewusstsein. Denn ich kann mich auch über die anderen stellen und auf deren Leistung herabschauen, ganz ohne an meine eigenen Fähigkeiten zu glauben. Aber ja, es gibt sehr selbstbewusste Menschen, die sind auch unfassbar arrogant.

Doch möchte ich dich einladen, dich von diesen Menschen nicht abschrecken zu lassen. Nur weil manche es übertreiben mit dem Selbstbewusstsein, musst du nicht untertreiben und dich kleinreden 😉 Denn echtes Selbstbewusstsein ist für mich, immer beides zu sehen – meine Stärken und meine Schwächen. Ich kenne meine Erfolge, aber auch meine Grenzen. Ich sehe, worin ich gut bin. Aber auch, was andere besser können. Das ist echtes Selbstbewusstsein. Stolz auf mich zu sein oder arrogant zu werden sind zwei verschiedene paar Schuhe. Wie kannst du nun aber dein Selbstbewusstsein stärken ohne arrogant zu werden? Das ist erstaunlich einfach!

 

Wie du dein Selbstbewusstsein stärkst – ohne arrogant zu werden

1. Sei dankbar

Der Trick: Sei dankbar!
Sei dankbar für die Unterstützung, die du in deinem bisherigen Weg bekommen hast, für den Chef, der dich gefördert hat, für die Kollegen, die deine Themen unterstützt haben, für die Menschen, von denen du gelernt hast. Sei dankbar für das, was dir geschenkt ist, deine Talente und Stärken, die Menschen, um dich herum. Auch für die vielen Dinge, die wir in den Industrienationen schon ganz selbstverständlich nehmen, darfst du dankbar sein: fließendes Wasser, ein Dach über dem Kopf, schöne Kleidung, unsere Infrastruktur, ein gutes Bildungssystem. 

Dankbarkeit bringt dich in die Gedankenwelt der Fülle – es gibt genug. Ich muss niemandem etwas wegnehmen, um selbst etwas zu bekommen. Ich kann die Leistungen anderer neidlos anerkennen.

In dem Moment, in dem du dankbar bist für die Unterstützung anderer, kannst du nicht überheblich werden. Das ist wie bei einer Waagschale. Wenn ich den Leistungen anderer Gewicht gebe und gleichzeitig auch meine eigene Leistung wertschätze, bleiben wir auf Augenhöhe. Sobald ich eine Seite überbetone, kommt es aus dem Gleichgewicht. Wenn ich nur auf meine eigenen Erfolge schaue, überhebe ich mich über die anderen und werde arrogant.

Mit einer dankbaren Haltung musst du dir auch keine Sorgen machen, vielleicht doch irgendwie überheblich rüber zu kommen, denn ein dankbares Herz kann nicht gleichzeitig arrogant oder überheblich sein. Das funktioniert einfach nicht. Die anderen werden dich auch nicht so wahrnehmen, weil sie wissen, dass du ihren Beitrag siehst und offensichtlich wertschätzt. Das wichtige dabei ist nur, dass dein Dank auch wirklich aus tiefstem Herzen kommt und nicht gespielt ist. Mach dir deshalb die Unterstützung, die du von anderen bekommst, bewusst. Dann fällt Dankbarkeit ganz leicht 🙂

Schließlich ist diese Dankbarkeit auch immer mit dem Risiko verbunden, deinen Erfolg ausschließlich auf deinen Kollegen, deinen Chef oder dein Glück zu projizieren. Wenn du nur dankbar bist, für all das was andere getan haben oder sagst, du hattest immer einfach nur Glück, dann machst du dich klein.

 

2. Sei stolz

Viele versuchen Überheblichkeit zu vermeiden, indem sie ihre eigenen Leistungen unterschätzen oder kleinreden. “Das ist doch selbstverständlich.” “Ohne die anderen hätte ich das nie geschafft.” “Ich kann meine Erfolge nicht einfach so unverblümt im Meeting vortragen.” “Das ist doch nichts besonderes.” “Ich hatte ja auch Glück.” Dann kommt die Waage in ein Ungleichgewicht auf der anderen Seite. Sie stellen sich selbst unter die anderen. „Die anderen haben ja eigentlich alles gemacht.“ „Ach, dass ich damals eine Position aufsteigen durfte, war nur Glück… dafür hab ich ja gar nichts gemacht.“ Aber das ist nicht Sinn der Sache.

Vergiss nicht, was auch DU alles zu deinem Erfolg beigetragen hast. Die Kunst ist es, dich weder über andere, noch unter andere zu stellen. Schaffe Augenhöhe! Auch wenn es nur Glück war, dass du diese eine Chance bekommen hast, warst es immerhin DU, die diese Chance genutzt hat.
Sei dankbar UND stolz!

Denn solange ich den Einfluss der anderen sehe und dankbar dafür bin – bleiben wir auf Augenhöhe. Dann kann ich unverblümt stolz sein, auf mich und meine Leistungen. Und ich kann genauso unverblümt die Leistungen der anderen wertschätzen.

Das kann man ruhig mal sagen 😉 Wenn du stolz auf deine Fähigkeiten bist und es schaffst, gleichzeitig die anderen mit dir zu erheben, musst du dich nicht klein machen. Ich ermutige dich dazu, deine Erfolge zu teilen. “Geteilte Freude ist doppelte Freude”, heißt es doch so schön. Erfolge miteinander zu teilen und zu feiern ist super wichtig. Dabei stärkst du dein Selbstbewusstsein und du machst deine Erfolge im Job sichtbar. 

Dabei darfst du gleichzeitig die Dinge wertschätzen, die andere zu deinem Erfolg beigetragen haben. Dein Stolz darf immer auch mit Lob für andere verknüpft sein: „Danke, dass du mich unterstützt hast in diesem Projekt. Ohne deine Hilfe, hätte ich das nicht geschafft.“ Dasselbe gilt auch deinem Chef gegenüber. Ja, auch dieser darf mal von seinen Mitarbeitern gelobt werden: „Danke für die Gehaltserhöhung.“ „Ich weiß, dass du hinter mir stehst, deshalb danke ich dir für dein Vertrauen und deine Förderung.“

Manchmal sind es auch nicht nur die anderen Menschen, sondern einfach Glück, dass deinen Erfolg möglich gemacht hat. Vielleicht erinnerst du dich an eine Situation, an der du zur richtigen Zeit am richtigen Ort warst. Jemand hat dir eine großartige Chance geboten oder möglicherweise hat sich für dich rein zufällig im perfekten Moment eine Tür aufgetan.

Wenn du Glück hattest, kannst du auch deinen Dank über diesen Glücksmoment mitteilen. So ermöglichst du den anderen sich mit dir zu freuen, anstatt dich für überheblich zu halten.

Wenn du Dankbarkeit und Stolz in Balance hältst, dann hast du echtes Selbstbewusstsein. Achte auf beides gleichermaßen. Dann wirst du Schritt für Schritt dein Selbstbewusstsein stärken. Gleichzeitig musst du keine Angst davor haben, deine Fähigkeiten und deine Stärken auszusprechen, wenn du genauso aussprichst, wofür du dankbar bist. Du musst weder deinen eigenen, noch den Wert anderer klein halten. Im Gegenteil, wenn du beide Seiten lobst, wirst du anstatt arrogant und überheblich zu wirken, kompetent und aufrichtig wirken. Auf diese Art und Weise kannst du wirklich selbstbewusst und stolz auf deine Fähigkeiten und Stärken sein – ganz ohne das Risiko arrogant zu werden.

 

 

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Ich bin Jenna van Hauten

Seit 6 Jahren arbeite ich in einem internationalen IT-Unternehmen. Ich habe mich trotz Quereinstieg, Elternzeit, Teilzeit und sonstiger (vermeintlicher) Hindernisse, schneller beruflich weiterentwickelt als ich das unter Standardbedingungen für möglich gehalten hätte.

 
Heute teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen im Coaching und Kursen. Ich möchte dich darin begleiten, selbstbewusst deinen eigenen Weg zu gehen und deine beruflichen Ziele zu erreichen. Denn das ist nicht nur persönlich erfüllend, sondern macht auch die (Unternehmens-)Welt zu einem besseren Ort!

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Körpersprache – Wie du mit 2 einfachen Tricks dein Gegenüber überzeugst

Körpersprache – Wie du mit 2 einfachen Tricks dein Gegenüber überzeugst

Egal, ob in einem Bewerbungsgespräch, einer wichtigen Präsentation oder vielleicht im alltäglichen Gespräch mit deinem Chef. Selbstbewusstes Auftreten spielt in unzähligen Situationen eine große Rolle! Doch wie kann ich das stärken – und zwar ohne mich verbiegen zu müssen? Die Antwort liegt in der Körpersprache.

Heute zeige ich dir 2 ganz einfach Tricks, wie du deinen Körper nutzt, um selbstbewusster zu werden und überzeugend aufzutreten.

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Wie verhält sich deiner Meinung nach eine selbstbewusste Frau? Als ich mir diese Frage stellte, dachte ich zuallererst an die äußeren Merkmale, die eine selbstbewusste Frau zeigt. Sie hält den Augenkontakt, hat eine offene Haltung, ist aktiver und setzt ihren Körper ein, um ihre Argumente zu untermalen. Ihre Körpersprache spielt also eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, sicher aufzutreten.

Doch wenn ich mein Selbstbewusstsein stärken möchte, um überzeugender zu sein, muss ich mich dann nicht auch ein bisschen verbiegen? Heißt das jetzt, ich soll eine Choreographie einüben, damit ich bei der nächsten Präsentation meine Argumente durch Körpereinsatz besser untermalen kann? Selbstbewusstes Auftreten ist doch auch nur Schauspielerei… oder nicht? 

Für mich war das mit der Körpersprache immer ein schwieriges Thema, deshalb bin ich dem auch sehr lange ausgewichen. Ich dachte mir: „Etwas vorspielen will ich auf keinen Fall!“ Deshalb habe ich immer geschlussfolgert: Um selbstbewusst aufzutreten, muss ich irgendwo anders ansetzen – wahrscheinlich bei meinem Mindset, dann wird die Körpersprache automatisch kommen.

 

Schluss mit Schauspielerei!

Heute stelle ich dir zwei Autoren vor, die mir geholfen haben, einen neuen Blick auf das Thema „Selbstbewusstes Auftreten“ zu bekommen. Amy Cuddy und Peter Modler haben mich inspiriert, neu zu verstehen, wie ich meine Körpersprache nutzen kann – und zwar so wie sie jetzt schon ist – um mein Selbstbewusstsein zu stärken und überzeugender zu werden. Das alles funktioniert sogar, ohne mich zu verbiegen oder etwas vorspielen zu müssen. Schluss mit Schauspielerei und her mit Authentizität!

An der Körpersprache können wir sehr viel über die inneren zustände eines Menschen ablesen. Wie du vielleicht weißt, bin ich Psychologin. Oft sagt man uns nach, wir Psychologen können sofort sehen, wie selbstbewusst eine Person ist. Tatsächlich lässt sich Manches leicht erkennen: Ist der Kopf gehoben oder gesenkt? Sind die Arme offen oder verschränkt?… Achte doch mal darauf, wie deine Sitzhaltung gerade ist. Fällt dir etwas auf? Wie sitzt oder stehst du? Und wie fühlst du dich? Angespannt, entspannt, fröhlich, gestresst, gelassen,…?

Das Thema in diesem Blog soll nicht sein, wie du andere Menschen anhand ihrer Körperhaltung analysieren kannst oder wie du deinen Körper einsetzen musst, um deine Mitmenschen zu manipulieren. Ich möchte dieses Thema ganz einfach mal umdrehen. Was spricht DEIN Körper zu DIR? Was sagt DIR DEINE Körpersprache? Deine aktuelle Haltung, die Art und Weise wie du dasitzt, sagt auch DIR etwas.

Was genau meine ich damit? Diese typischen Körperhaltungen, die jeder kennt und über die wir glauben etwas analysieren zu können, zeigen in der Tat, wie ich mich fühle. Wenn es mir gut geht und glaube, die Welt erobern zu können, habe ich automatisch eine offene Haltung. Hingegen in unsicheren Situationen ziehe ich mich eher zusammen und mach mich kleiner – ich schütze mich. Dieses Verhalten können wir sogar im Tierreich finden. Der Gorilla King Kong macht sich groß und klopft sich auf die Brust, um seine Macht zu präsentieren. Ein ängstlicher Hund zieht seinen Schwanz ein, legt seine Ohren an und macht sich klein, wenn er verunsichert ist. 

Kennst du diese immer größer werdende Nervosität kurz vor einer wichtigen Präsentation? In dich gekehrt, die Beine überschlagen und den Kopf gesenkt gehst du den Inhalt noch ein letztes mal durch. Dein Körper sagt viel mehr DIR als den anderen: „Achtung, das hier ist eine gefährliche Situation! Schütze dich!“ Doch ist das nicht genau das Gegenteil von einem selbstbewussten Auftreten? Amy Cuddy hat dieses Phänomen genauer untersucht. Sie ist Professorin für Sozialpsychologie und hat erforscht, wie wir uns durch unsere eigene Körpersprache selbst kleiner oder eben größer machen können, als wir eigentlich sind. Unsere äußere Haltung kann sehr stark dazu beitragen, all unsere inneren Stärken zu aktivieren. Das beginnt nicht erst während einer Präsentation, sondern schon davor! Was sage ich mir durch meine Körpersprache, bevor ich in ein Bewerbungsgespräch gehe? Wie kann ich meinen Körper nutzen, um selbstbewusst einen Vortrag zu halten?


1. Trick: Power Posing

Amy Cuddy verwendet hierfür den Begriff Power-PosingNimm eine typische Haltung ein, die deinem Körper sagt: “Ich bin sicher!” 

Im Meeting sehe ich oft Männer, die zurückgelehnt in ihrem Stuhl sitzen, beide Hände an den Hinterkopf, die Ellbogen nach außen gedrückt. Diese Position vermittelt Macht und Sicherheit – vor allem demjenigen, der sie einnimmt. Probier das ganze doch einfach mal selbst (natürlich nicht während deines Vortrags, sondern davor ;-D). Allein das Einnehmen dieser Pose, führt dazu, dass in dir stressreduzierende Hormone ausgeschüttet werden. Nutze diese Haltung, um deinen Körper schon vor der Präsentation mit dem Selbstbewusstseins-Hormon zu füttern. Sage deinem Körper: „Hier bin ich sicher! Ich kann das! Ich werde jetzt souverän diesen Vortrag meistern!“ 

Das ist übrigens auch eine super Übung, um selbstbewusst in den Tag zu starten. Hier ein paar Beispiele: Kopf hoch, Brust raus beim Zähneputzen. Schultern nach hinten, tief durchatmen und einmal zuversichtlich nicken beim letzten Check vor dem Spiegel. Welche Power-Pose für dich am geeignetsten ist, um deine inneren Stärken zu aktivieren, entscheidest du selbst. Vielleicht hast du noch viel bessere Ideen. Probier dich einfach mal aus 🙂

 

2. Trick: Mach eine Pause!

Kennst du folgende Situation?: Ein Meeting mit deinen Kollegen steht heute an. Das neue Projekt, das vorgestellt wird, klingt gar nicht so schlecht. Trotzdem hast du eine tolle Idee, wie man das Ganze eventuell noch besser machen könnte. Du nimmst deinen Mut zusammen und stellst bedacht deinen Verbesserungsvorschlag vor. Aber ehe du deinen Satz noch beenden konntest, fällt dir schon der erste Kollege ins Wort. In einem aggressiven Ton dreht er dir die Worte im Mund um. So war das doch gar nicht gemeint! Du wolltest doch einfach nur eine konstruktive Kritik äußern, aber sicher niemanden damit verletzen. Völlig überrumpelt versuchst du die Situation zu klären und wirfst mit möglichst vielen Worten um dich, in der Hoffnung der Kollege würde verstehen, was du eigentlich sagen wolltest. Jetzt hast du das Gefühl, dich rechtfertigen zu müssen und bist gefangen in einer endlosen Diskussion. Puuuh… wie kannst du dich da noch durchsetzen?

Kann es vielleicht sein, dass Worte nicht immer der sinnvollste Weg sind, um andere zu überzeugen? Gibt es noch etwas Anderes, um aussagekräftiger zu wirken? 

Der Geschäftsführer und Unternehmensberater Dr. Peter Modler hat ein Buch geschrieben mit dem Titel: Das Arroganz Prinzip. Er erklärt, wie Kommunikation im Unternehmen funktioniert und wie Menschen es schaffen, sich dort durchzusetzen oder eben auch nicht. 

Die meisten Menschen meinen, allein die verbale Kommunikation würde zu einer starken Durchsetzungsfähigkeit beitragen. Was jedoch sehr häufig unterschätzt wird, ist die Körpersprache – oder wie Peter Modler sagen würde: Body Talk.

Unser Körper spricht – sogar viel öfter als unser Mund. Unser Körper spricht IMMER, er ist so zu sagen nie leise. In Hinblick auf deine Überzeugungskraft ermutigt Peter Modler dazu, auch mal eine Pause zu machen. Es ist nicht immer die beste Option, dein Gegenüber mit möglichst vielen Worten überzeugen zu wollen… die meisten Leute schalten dabei sowieso ab. Manchmal reicht es, ganz ruhig zu werden. Gib dir und deinem Gesprächspartner die Möglichkeit, kurz durchzuatmen und über deine Argumente nachzudenken. In diesen ruhigen Momenten, hat dein Körper das Sagen. Jetzt kannst du dir Raum schaffen und eine endlosen Diskussion vermeiden. Gerade dann kannst du auf ganz andere Art und Weise – und vielleicht sogar auf viel beeindruckendere Art und Weise – überzeugend sein.

Schweigen.
Kurz nachdenken.
Den anderen warten lassen.

Diese Ruhe aushalten und eben nicht alles mit unendlich vielen Worten, regeln zu wollen. Durchatmen und deinem Körper das Sagen geben. All das ist eine Kunst, die unglaublich viel Wirkung hat.

 

ALSO: Wie kannst du deinen Körper nutzen, um dein Selbstbewusstsein und deine Durchsetzungsfähigkeit zu stärken?

  1. Power Posing
    Achte auf die Körperhaltung, die du gerade hast. Nimm eine Pose ein, in der dir dein Körper selbst sagt, dass du stark bist! Je öfter du das machst, desto mehr wird sich diese Aussage in dir verfestigen und zu einer tiefen Selbstüberzeugung werden.
  2. Mach eine Pause
    Was vermittelt dein Körper, auch wenn du mal nicht sprichst? Nutze einen kurzen Moment des Schweigens, um dich abzugrenzen. Untermale deinen Standpunkt mit deiner Körpersprache. Auf diese Art und Weise findest du bei deinem Gegenüber leichter Gehör.

 

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Selbstbewusst und gelassen bei kritischen Kommentaren

Selbstbewusst & gelassen bei kritischen Kommentaren

Fällt es dir manchmal schwer mit Kritik umzugehen? Werfen dich kritische Kommentare schnell aus dem Konzept oder beschäftigen dich vielleicht oft noch mehrere Tage? Egal ob konstruktiv oder destruktiv vorgebracht – der richtige Umgang mit Kritik will gelernt sein. Hier bekommst du 3 Tipps, wie du auf Kritik gelassener reagieren kannst und sogar noch gestärkt aus der Situation gehst.

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Vielleicht kennst du folgende Situation: Ein wichtiges Meeting und du präsentierst dein Projekt. Deine Arbeit der letzten Wochen. Du bist aufgeregt, aber auch gespannt… doch ehe du überhaupt richtig angefangen hast deiner Präsentation gekommen bist, crashed schon der erste Kollege mit einer kritischen Bemerkung deinen Vortrag. “Ähh.. ja..” – total aus dem Konzept. Darauf warst du nicht vorbereitet.

Oder auch die nette Plauderei mit deiner Kollegin in der Kaffeepause. Und plötzlich macht sie diese eine negative Bemerkung, die dir nicht mehr aus dem Kopf geht. Wie hat sie das gemeint? Selbstzweifel kommen hoch …

Was Kritik mit dir machen kann

Destruktive Kritik kann ganz schön tief einschneiden. Sogar so tief, dass du vielleicht manchmal noch tagelang darüber nachdenkst. Du beginnst, alles Mögliche in Frage zu stellen. “Wie stand ich denn jetzt da?”, “Kann ich das überhaupt?”, “Anscheinend bin ich die einzige, die andauernd etwas übersieht”.

Obwohl Kritik durchaus Positives bewirken kann, reicht manchmal ein einziger schnippischer Satz aus, der in dir alles auf den Kopf stellt und deine tiefsten Überzeugungen und Glaubenssätze angreift.

Wenn du dich in diesen Situationen wiedererkennst, dann möchte ich dir hier drei sofort umsetzbare Tipps geben, um ab heute selbstbewusster und gelassener auf Kritik zu reagieren und genau das daraus zu ziehen, das dich stärkt.

 

1.  Nimm dir Zeit für deine Reaktion

Es liegt in der Natur des Menschen, negative Bemerkungen schnell als Angriff wahrzunehmen. Auch wenn das vielleicht gar nicht die Intention des Senders war: Destruktive Kritik lädt dazu ein, dich direkt rechtfertigen zu wollen. Kaum ist der kritische Kommentar raus, bist du sofort in der Defensive, um dich und dein Projekt zu verteidigen. Je größer die Gruppe oder der Druck in der Situation, desto eher wird es diese Reaktion noch verstärken.

Ich empfehle dir, gerade das NICHT zu tun!

Wenn du dich sofort rechtfertigst, kann es passieren, dass du in eine Opferrolle gerätst. „Aber…“, „Ich habe doch…“. Damit symbolisierst du deinem Gegenüber, dass er mit seiner Meinung irgendwie recht hat. Im Nachhinein ärgerst du dich vielleicht noch zusätzlich darüber, dass du nicht souveräner reagiert hast.

Deshalb: Atme tief durch und gib dir selbst Zeit, ruhig zu reagieren.

Ich weiß, manchmal fällt es sehr schwer, all die negativen Emotionen nicht direkt rausplatzen zu lassen. Dennoch möchte ich dich dazu ermutigen, dir selbst einen Moment Nachdenkzeit zu geben. 3-2-1. Du musst nicht sofort reagieren.

Zeige deinem Gegenüber, dass du ihn gehört hast und seine Meinung respektierst: “Danke für deine Rückmeldung”, “Ok interessant, dass du das so siehst”.  Wenn du dich durch einen kritischen Kommentar überrumpelt fühlst, dann hast du auch das Recht, dieses Gespräch zu vertagen. Manchmal braucht es eben etwas Zeit, um dir darüber bewusst zu werden, wie du eigentlich selbst gewisse Dinge siehst – besonders die Dinge, über die du dir vorher vielleicht noch nie oder nur wenig Gedanken gemacht hast. Das sind nämlich die “blinden Flecke”, die Kritiker ganz besonders gerne finden 😉

 

2.  Nimm eine neue Perspektive ein

Worte haben Macht. Und gerade deshalb ist es umso wichtiger, genau zu prüfen: Welche Worte will ich an mich ranlassen? Und welche möchte ich einfach so stehen lassen? Du musst nicht alles annehmen, was dir an den Kopf geworfen wird. Wärst du nur darauf bedacht dich ständig so zu verbiegen, wie deine Mitmenschen dich gerne hätten, würdest du nie fertig (oder gar glücklich) werden.

Prüfe, was die Person mit ihrer Kritik wirklich gemeint haben könnte. Welche Intention hatte die Person? Sehe ich das auch so? Manchmal passiert es auch, dass Kollegen ihren eigenen Frust ins Meeting hineintragen. Und vielleicht hast du heute diesen Frust abbekommen, obwohl es eigentlich gar nichts mit dir und deiner Arbeit zu tun hat. Ja, das ist ärgerlich und kann verletzen… dennoch hast du die Möglichkeit, dich ganz bewusst von dieser Aussage zu distanzieren. Im Zweifel kann es helfen auch mal einen anderen Kollegen zu fragen und dich zu versichern, ob er das auch so sieht.

Wenn ich aber merke, dass die Kritik mir persönlich nicht weiterhilft oder vielleicht sogar schadet, dann darf ich sie auch dankend ablehnen. Nicht alles, was von anderen als “Schwäche” bezeichnet wird, muss auch angegangen werden.

 

3.  Überprüfe, was du aus der Kritik lernen kannst

Ich sehe Kritik gerne wie einen Blumenstrauß. Damit meine ich, das Ganze als ein Angebot wahrzunehmen, mich und meine Arbeit aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Möglicherweise entdecke ich dadurch Aspekte an mir, die mir vorher noch nie aufgefallen sind, die ich aber ganz einfach ändern kann.

Das Ziel konstruktiver Kritik ist zum einen, ein Problem zu thematisieren und zum anderen die Möglichkeit zu geben, etwas an sich zu verbessern. Auch wenn kritische Bemerkungen manchmal unfair vorgebracht werden, kannst du manchmal doch etwas Konstruktives aus dieser Kritik ziehen – ganz unabhängig davon, auf welche Art und Weise dir diese Kritik mitgeteilt wurde.

Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan. Du kannst zum Beispiel hinterfragen, ob die Nachricht etwas beinhaltet, was du vielleicht auch schon von anderen Seiten gehört hast. Steckt in dem Ganzen ein wahrer Kern? Kann ich mir das ein oder andere wirklich mehr zu Herzen nehmen und dadurch wachsen? Sieh es als Chance, dich sowohl in deiner Persönlichkeit als auch in deinem Beruf weiterzuentwickeln. Manchmal verbirgt sich eben auch hinter destruktiver Kritik ein kleiner Hinweis, der dir im nächsten Meeting helfen kann, deine Idee noch besser zu präsentieren.

Gerade deshalb ist es entscheidend, wie du Kritik auffasst, wie du reagierst und vor allem, was du daraus mitnimmst. Entscheide selbst, welche Kritik du annimmst und welche Kritik du auch ganz bewusst hinter dir lassen kannst. 

Ja, mit Kritik gelassener umzugehen ist nicht immer leicht. Doch Übung macht den Meister 🙂

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