Warum wir Mütter mehr wertschätzen sollten – auch im Job!

Warum wir Mütter mehr wertschätzen sollten – auch im Job!

Oder: Was Wertschätzung mit alten Spinnweben zu tun hat

Bist du als Mutter schon in eine Schublade gesteckt und kritisiert worden? Wenn du schon Mutter bist, dann wahrscheinlich schon, denn so geht es 77 Prozent der Mütter. Ob als “Rabenmutter”, die soviel arbeitet oder das “naive Hausmütterchen” – die Freiheit, die Rolle als Mutter individuell zu gestalten, bietet viel Anstoß für Kritik ganz egal, wie du es machst (meinen Blogbeitrag zum Umgang mit kritischen Kommentaren kannst du hier lesen).

In diesem Gastbeitrag berichtet Nicole Elsebusch über die Vorstellungen der “Rolle der Mutter”, warum wir offener gegenüber individuellen Mama-Rollen werden sollten und weshalb Wertschätzung gerade auch im Job dabei so wichtig ist.

Außerdem hat mir Nicole im Interview von ihrer eigenen Erfahrung als “working mom” erzählt und was das Mama werden für ihre Karriere bedeutet hat. Ein spannendes Interview mit vielen Impulsen, die eigene Rolle kritisch zu hinterfragen und bewusster zu gestalten, wie es wirklich zu DIR passt. Hör es dir unbedingt an –>

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Was Wertschätzung mit alten Spinnweben zu tun hat

Das Zwischenmenschliche spielt in unserem Leben auf ganzer Linie eine fundamentale Bedeutung für unsere Zufriedenheit. Was im Zwischenmenschlichen oft vermisst wird, ist die Wertschätzung!

Viele Frauen wünschen sich für ihre Rolle als Mutter von ihrem Umfeld mehr Wertschätzung. Die heutige Vorstellung von “der Rolle als Mutter” ist wie ein altes, verstaubtes Spinnennetz, das seine Spinnweben aus den letzten Jahrhunderten immer wieder in unsere aktuelle Situation einwebt.

Kurzum: Die Frau ist als Mutter nach wie vor für den Haushalt und die Kindererziehung verantwortlich.

Während des Lockdowns war das für sehr viele Frauen deutlich spürbar. Mütter versuchten unermüdlich Homeoffice, Homeschooling und Haushalt unter einen Hut zu bringen. Nach wie vor gibt es in unserer Gesellschaft eine Geschlechterhierarchie, die wir unseren Kindern weiter vorleben. Da können wir jetzt innerlich auf Widerstand gehen und in einen Trotz-Modus verfallen oder wir fangen an uns bewusst zu machen, wie wir das System mit unserem Handeln füttern. Denn die bestehenden Verhältnisse existieren nur weiter, wenn sie immer wieder hergestellt werden.

Wer der Wahrheit ins Auge sieht, treibt die eigene Entwicklung an

Heutzutage steuern wir Mütter – wie die Titanic – auf einen Eisberg zu, der aus einem Berg von Erwartungen, Verpflichtungen und Aufgaben besteht.

Um die historischen und gegenwärtigen Ursachen und Wirkungsweisen von Unterdrückung, Ausbeutung und Benachteiligung von Frauen zu verändern, reicht es nicht aus, darüber zu diskutieren und uns zu beschweren. Es ist wichtig ins bewusste Denken und Handeln zu kommen. In unseren kleinen Systemen – unseren Familien – können wir experimentieren und neue, individuelle Mama-Rollen gestalten.

Doch die Frage ist: Inwieweit setzen wir uns überhaupt bewusst damit auseinander, was wir wollen und wie wir es konkret umsetzen können? Und zwar nicht allein, sondern gemeinsam mit unserem Partner?

Individuelle Mama-Rollen

Die eigenen Bedürfnisse und die neuen Vorstellungen von einer Rolle als Mama und Papa gehören auf den Tisch und dazu die Strategien, mit denen wir sie erfüllen und ausfüllen wollen. Und genau das ist der Knackpunkt.

Unterschiedliche Vorstellungen treffen aufeinander und bietet ein hohes Konfliktpotenzial. Doch solange wir nicht ehrlich die Karten – also unsere Bedürfnisse – auf beiden Seiten auf den Tisch legen und Verständnis für unser gegenüber aufbringen, können wir keinen Konsens finden.

Wenn wir mit den alten Schubladen nicht aufräumen, ziehen wir uns immer wieder dieses alte Rollenmuster an und steuern immer wieder auf den Eisberg zu.

Das fatale daran ist, dass wir Frauen uns selbst dabei noch ein Bein stellen. Wir machen uns gegenseitig herunter. Momshaming oder Mom-Bashing steht für das Heruntermachen von anderen Müttern.

In einer Studie des Markt- und Meinungsforscherinstituts Forsa im Auftrag eines Bio-Breiherstellers gaben 77 Prozent der Mütter an, dass sie schon einmal für den Umgang mit ihrem Kind kritisiert wurden. 72 Prozent von ihnen fühlten sich deshalb als schlechte Mutter. Ganze 86 Prozent wünschen sich mehr Unterstützung durch andere Mütter.

Mehr Wertschätzung für moderne Mütter

Wir brauchen Akzeptanz und Toleranz für individuelle Mama-Rollen, anstatt zu proklamieren, dass es nur die ‚eine RICHTIGE Art und Weise‘ gibt, um eine gute Mama zu sein. Mit dieser Haltung schüren wir nur das Gefühl von Wertlosigkeit.

Lasst uns stattdessen mit einem Verständnis für Vielfalt und Wertschätzung zwischen Müttern und zwischen Mann und Frau loslegen, anstatt Bewertungen und Abwertungen weiter zu füttern.

Wenn wir mit alten verstaubten Geschlechterrollen weitermachen, werden wir nicht bei der Wertschätzung ankommen.

Ein Gastbeitrag von Nicole Elsebusch (www.nicole-elsebusch-de). Hör dir hier im Interview mehr über ihre eigene Erfahrung im Umgang mit (fehlender) Wertschätzung  als Mutter an und hol dir ihre praktischen Tipps DEINEN eigenen individuellen Weg als Mutter zu finden.

Du möchtest mehr Tipps?

 Viele Frauen befürchten mit Teilzeit auf dem beruflichen Abstellgleis zu landen.

Doch das muss nicht sein!

Hol dir jetzt die Checkliste für deine Karriere in Teilzeit:

Du möchtest mehr aus meinem Blog?

Und folge mir auf den sozialen Medien für mehr Tipps und Impulse für deine Karriere, die Spaß macht & Durchsetzungskraft, die nett ist. Ich freue mich, mich mit dir zu vernetzen:

Ich bin Jenna van Hauten

Seit 8 Jahren arbeite ich in einem internationalen IT-Unternehmen. Ich habe mich trotz Quereinstieg, Elternzeit, Teilzeit und sonstiger (vermeintlicher) Hindernisse, schneller beruflich weiterentwickelt als ich das unter Standardbedingungen für möglich gehalten hätte.

Heute teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen im Coaching und Kursen. Ich möchte dich darin begleiten, selbstbewusst deinen eigenen Weg zu gehen und deine beruflichen Ziele zu erreichen. Denn das ist nicht nur persönlich erfüllend, sondern macht auch die (Unternehmens-)Welt zu einem besseren Ort!

Kind und Karriere erfolgreich vereinbaren – 3 Fehler, die du als Mutter in Teilzeit nicht machen solltest

Mutter mit Kind am Strand

– Kind und Karriere erfolgreich vereinbaren –

3 häufige Fehler, die du als (angehende) berufstätige Mutter unbedingt vermeiden solltest

Viele Frauen fragen sich (oft bereits einige Jahre, bevor es tatsächlich an die Familienplanung geht), wie das eigentlich gut klappen kann mit Familie und Beruf und bestimmt bist du in deinem Leben auch schon mal dieser Frage begegnet. Egal, ob du bereits seit einer Weile beides für dich in Einklang bringst und einfach neue Tipps dazu möchtest oder dich erstmal “hypothetisch” damit befassen willst – in diesem Artikel wirst du fündig!

Ich bin selbst zweifache Mutter, Psychologin und Coach. Schon seit einigen Jahren bringe ich Kinder und Karriere unter einen Hut. Trotz Elternzeit und Teilzeit habe ich mich beruflich stetig weiterentwickelt. Hier findest du meine größten Learnings, die ich während meiner beruflichen Laufbahn und meiner Rolle als Mama mitnehmen durfte. Ich verrate dir, wie dir die Weiterentwicklung deiner Karriere auch in Teilzeit gelingt und auf was du bei der Arbeitsverteilung als Eltern/Paar achten solltest, denn es gibt deutlich mehr zu klären, als einfach nur die Frage: Wer verdient weniger?!

 

Fehler #1: Die Überzeugung, dass du dich zwischen Kind oder Karriere entscheiden musst

Vielleicht kennst du folgenden Gedanken: “Das Thema Kind und Karriere ist ein klarer Fall: Entweder das eine oder das andere – da lässt sich nichts dran rütteln.” Ich verstehe diese Annahme, denn die Realität ist: Die meisten Frauen arbeiten als Mutter erstmal gar nicht mehr und wenn sie nach ein paar Jahren wieder in das Berufsleben einsteigen, dann geht das oft “nur in Teilzeit”. Die große Angst vieler berufstätiger Frauen mit Kinderwunsch ist, dass sie mit Familie ihre Karriere an den Nagel hängen. Es geht eben nur eines aus vollem Herzen. Doch bedeutet Familie wirklich automatisch das berufliche Abstellgleis?

 

Kind oder Karriere? Du kannst beides haben!

Noch immer sind Kinder der Risikofaktor Nummer 1, warum Frauen seltener Karriere machen als Männer. Mutter zu sein funktioniert ja auch nicht einfach so nebenbei, das ist klar. Deshalb haben viele berufstätige Frauen beim Gedanken an eine Familie gleichzeitig Angst vor dem Karriereknick.

Ich kenne diese Angst auch! Ich habe damals viel darüber nachgedacht, was ich mir in Hinblick auf Familie und Karriere wünsche und welche Herausforderungen dabei auf mich zukommen könnten. Auch ich hatte Zweifel. Aber mittlerweile kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Es geht beides! Selbst wenn für Frauen die Vereinbarung von Kind und Karriere an einigen Stellen unüberwindbar erscheint, es kann trotzdem funktionieren! Vielleicht fällt es dir noch schwer, dich dafür zu entscheiden. Das musst du auch noch gar nicht. Wozu ich dich aber einladen will, ist anzufangen daran zu glauben, dass es möglich ist – auch für dich!

 

Die entscheidende Erkenntnis, die alles verändert hat

Obwohl ich aus einer Familie komme, in der meine Mama damals arbeiten war und mein Papa nachmittags bei uns Kindern daheim war, hatte ich auch hin und wieder Bedenken, was die Vereinbarkeit von Kind und Karriere (vor allem als Frau) angeht.

Ich kannte außer meiner Mama nur wenige Vorbilder, die mir gezeigt haben, dass ich als Mutter auch erfolgreich im Job sein kann. “Kann ich auch in Teilzeit Karriere machen? Wie kann ich gleichzeitig für meine Kinder da sein? Spielt mein Chef da überhaupt mit?” Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich mich fühlte, als ich mir damals vor dem Jahresgespräch mit meinem Chef genau diese Fragen stellen musste. In dem Moment aber, als ich es für selbstverständlich genommen habe, dass ich mich als Mutter z.B. auch in Teilzeit beruflich weiterentwickeln kann, hat es plötzlich klick gemacht – und siehe da, es hat tatsächlich funktioniert.


Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Vielleicht bist du selbst schon Mutter und würdest neben deinem Familiendasein gerne noch etwas anderes machen. Oder andersherum: Du bist gerade voll dabei, Karriere zu machen, doch so langsam kommt der Wunsch nach Familie in dir hoch. Möglicherweise stehst du gerade aber auch an einem Punkt, wo du weder in deiner Familienplanung noch in deinem Karriereweg klar festgelegt bist und nicht weißt, was für dich die beste Entscheidung ist. Egal wo du auch stehst: Trau dich, deiner Leidenschaft, deinem innersten Wunsch, deiner Berufung nachzugehen und dich von nichts und niemandem davon abhalten zu lassen – denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Stell dir die also ehrlich die Frage:

Glaube ich, dass es einen Weg gibt, wie Karriere mit Kind auch für MICH möglich ist?

Fehler #2: Die klassische Rollenverteilung als Standard annehmen

Frisch gebackene Eltern müssen ihren Alltag neu koordinieren, das ist klar. Dabei darf es aber nicht nur bei der Neuverteilung der Haushaltsaufgaben bleiben. Nein, auch über das Thema “Arbeitszeiten” sollte ausführlich miteinander gesprochen werden. Oft wird dieses Thema allerdings unter den Tisch gekehrt. Laut dem statistischen Bundesamt sind ca 78% der deutschen Mütter, die in einer Partnerschaft leben erwerbstätig. Das ist im Vergleich zu den Zahlen von vor ein paar Jahren sehr viel, dennoch bleibt die klassische Rollenverteilung überwiegend bestehen: Der Vater macht Karriere, die Mutter bleibt zu Hause bei den Kindern und wenn sie nebenher arbeitet, dann meist “nur in Teilzeit”.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

“Nur in Teilzeit”… bedeutet das soviel wie “Ich arbeite nebenher ein bisschen, damit ich einfach mal raus von zu Hause komme und mehr Geld auf dem Konto ist”? Mir begegnen so viele Menschen, mit der Vorstellung, ein Teilzeitjob bedeutet automatisch, dass ich keine Chancen auf berufliche Weiterentwicklung habe. Meiner Meinung nach, ist das aber ein weit verbreiteter Irrglaube, der dazu führt, dass viele Teilzeitjobber tatsächlich auf dem beruflichen Abstellgleis landen, obwohl sie das eigentlich gar nicht müssten. Ein Teilzeitjob muss nicht gleich bedeuten, dass du keine beruflichen Ziele mehr haben darfst, weil du ja sowieso nichts mehr erreichen kannst. Ich behaupte sogar, dass du in Teilzeit effektiver arbeiten kannst, als in Vollzeit… aber dazu später mehr 😉

Klarheit über deine eigenen beruflichen Ziele

Hast du manchmal das Gefühl, ein Job könnte deine Chance sein, auch mal außerhalb von zu Hause so richtig zu zeigen was du drauf hast? Hast du Lust, einen Schritt aus deiner Komfortzone zu wagen und deinen eigenen Horizont zu erweitern? Wenn ja, dann ist genau jetzt die richtige Zeit, um mal nachzuforschen, wie du mit deinen Fähigkeiten deine beruflichen Ziele erreichen kannst.

 

Was möchte ich beruflich erreichen?

 

Ich lade dich dazu ein, einmal ganz genau in dich rein zu hören. Mach dir eine Tasse Tee oder geh spazieren und frag dich: Wo will ich hin? Was möchte ich erreichen? – ganz unbefangen von meinen bisherigen Überzeugungen von den beruflichen Chancen in Teilzeit oder generell die Karrieremöglichkeiten einer Mutter. Wenn dir das schwer fällt, dann versuch es mit einem 10-minütigen Brainstorm und schreib alles auf, was dir wichtig ist. Wie wünscht du dir deinen Job? Welches Ziel würdest du wirklich gerne erreichen? Wovon hast du während deiner Ausbildung/Studium geträumt? Was war dein Ziel? Trau dich zu träumen. Was sagt dein Gefühl? Wo willst du hin?

Sprich mit deinem Partner

So, wenn du dir nun einen Überblick darüber verschafft hast, wo du hin willst, dann ist es natürlich wichtig herauszufinden, wie das umgesetzt werden kann. Gerade, wenn du Familie hast/willst, ist das ein super wichtiger Punkt, damit deine beruflichen Ziele dich und deine Familie weiterbringen. Deshalb suche das Gespräch mit deinem Partner: Welche beruflichen Ziele hat mein Partner? Wie kriegen wir das gemeinsam vereinbart?

Ich möchte dir zeigen, welche Erfahrungen mein Mann und ich gemacht haben, als es darum ging, unsere Familie und unsere Karrieren gemeinsam als Paar so zu koordinieren, dass wir beide damit glücklich sind und keiner in irgendeiner Weise zu kurz kommt.

Unsere Erfahrung bei der Verteilung unserer Arbeitszeiten als Eltern

Nach der Geburt unseres 1. Kindes war ich erstmal zu Hause. Ich wollte voll und ganz für meinen Sohn da sein. Außerdem war für mich der Mama-Alltag ja auch noch ganz neu. In der Elternzeit konnte ich mich also gut auf unser neues Familienmitglied fokussieren :-). Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt bereits 2,5 Jahre Berufserfahrung. Währenddessen konnte ich mein Gehalt zwar schon gut verhandeln und es deutlich steigern, aber mein Mann auch und der hatte 3 Jahre Vorsprung. Ich wollte dann aber einfach gerne zu Hause sein – die Geduld für ein Baby ist ehrlicherweise auch eher mein Ding :-). Mein Mann wurde parallel Führungskraft und somit der Abstand größer. Dass ich mit meiner Rückkehr ins Unternehmen nicht all zu lange warten wollte, war mir schon von Anfang an klar und so kam es, dass ich nach einem Jahr in Elternzeit wieder mit 50% einstieg. Die darauffolgenden 3 Jahren in Teilzeit, habe ich sehr genossen, denn ich durfte weiterhin für mein Kind da sein und hatte parallel meinen Ausgleich im Job. Und nicht nur das, ich konnte mich dabei sogar beruflich weiterentwickeln – obwohl ich ja “nur in Teilzeit” arbeitete ;-). Bei uns beiden war an dem Punkt erstmal kein nächster beruflicher Schritt in Sichtweite.

Klarheit über unsere Opportunitätskosten

Meistens ist es in den Partnerschaften rational zu entscheiden, dass die Frau zu Hause bleibt oder Teilzeit arbeitet. Denn oft ist der Mann älter, länger im Beruf und verdient (alleine deswegen) schon mehr. Was viele nicht bedenken sind die Opportunitätskosten. 

Und genau dann, als mein Mann und ich uns ernsthaft mit den Opportunitätskosten auseinander setzten, waren wir am entscheidenden Wendepunkt angelangt. Denn Stehenbleiben ist nicht so unser Ding. Wir merkten, dass ich mehr Spaß an meinem Job hatte, dafür echt nicht gut im Haushalt bin (was mein Mann mega rockt!) und wir wussten, wenn ich aufstocken würde, könnte ich den nächsten Karriereschritt machen. Das genau sind die Opportunitätskosten. Das was ich verpassen würde, wenn ich mich dagegen entscheide. Mit anderen Worten: Wenn wir uns nicht dazu entscheiden, die Arbeitsmodelle zu verändern, welche Chancen würden wir dann jeweils verpassen? Was würde uns das kosten? Auf was müssten wir alles verzichten?… Diese Kosten waren für uns mittlerweile viel höher, wenn wir unsere Arbeitszeit weiterhin “klassisch” verteilen würden. So gesehen ist es durchaus rational, sich auch gegen den aktuell besser bezahlten Job zu entscheiden. Deswegen haben wir beschlossen, dass mein Mann in Teilzeit arbeitet und ich in Vollzeit.

Herausforderungen als Familie mit nicht klassischer Rollenverteilung

Auch wenn für uns als Eltern, als Ehepartner aber auch als Berufstätige diese Entscheidung definitiv die richtige war, hat sie uns viel Zeit und Diskussionen gekostet. Aber nicht nur das, auch in unserem Umfeld trafen wir an manchen Stellen auf Unverständnis. Das hat mir nochmal gezeigt, wie weit wir doch in unserer Gesellschaft von echter Gleichberechtigung entfernt sind. Kind und Karriere zu vereinbaren stellt viele Paare und Eltern vor echte Herausforderungen. Denn in unseren Köpfen, aber auch denen unseres Umfelds stecken viel mehr Vorurteile, Stereotypen und Klischees, als ich es uns zugestehen wollte (und ich bin Psychologin und habe über Stereotype und Vorurteile meine Masterarbeit geschrieben).

Warum echte Gleichberechtigung so wichtig ist

Die Entscheidung, wer Teilzeit oder Vollzeit arbeitet ist nicht nur ganz grundlegend für die Gleichberechtigung in der Partnerschaft und im Beruf! Sie kann euch als Eltern, als Paar und auch euer Umfeld enorm bereichern, aber allen voran jeden einzelnen von euch als Frau und als Mann. Unabhängig von Klischees deine Entscheidung zu treffen, wie viel Zeit du in deinen Job investieren möchtest und wieviel Zeit du dir für deine Familie und Kinder nehmen willst – das ist doch die wahre Freiheit, die wir uns wahrscheinlich alle wünschen.

Ich bin meinem Mann dankbar, dass wir out of the box gedacht haben. Uns nicht haben beirren lassen von verdutzten Gesichtern und “das geht nicht”s. Nicht einmal als wir gemerkt haben, dass auch im Unternehmen nur wenig Verständnis für Väter in Teilzeit war (ja, da geht es weiter mit der Gleichberechtigung). Uns hat es gut getan.

Ich möchte hier jetzt nicht im Detail auf verschiedene Teilzeitmodelle, Elternzeitregelungen etc. eingehen. Das würde definitiv zu weit führen und da gibt es andere Spezialisten. Ich möchte dich aber ermutigen, diese Frage immer wieder mit deinem Partner zu diskutieren. Es lohnt sich – für dich, für euch beide.

 

Wie können wir als Paar die Ziele beider Partner ernst nehmen?

 

Bevor die Diskussion aber ausartet, wessen Karriere nun durch Teilzeit auf Pause gestellt werden soll, lies weiter, wie du es schaffst, dass eure Karriere auch in Teilzeit vorankommen kann 🙂

Fehler #3: Die Überzeugung, dass ich in Teilzeit automatisch auf dem beruflichen Abstellgleis lande

Die Entscheidung, ein Jahr nach der Geburt meines ersten Kindes wieder arbeiten zu gehen, fiel mir erstmal nicht leicht. Mama zu sein bereichert mich total und gerade die Anfangszeit war für mich ein sehr kostbares Erlebnis. Dennoch habe ich die Arbeit auch vermisst und wollte mich gerne beruflich weiterentwickeln. Ich wusste, dass ich wieder ins Unternehmen möchte. Und da war es für mich super wertvoll zu erkennen, dass das eine das andere nicht ausschließt. Ich kann aus vollem Herzen Mutter sein und die Zeit mit meinem Kind genießen, aber ich darf genauso aus vollem Herzen Mitarbeiterin sein, meinen Job lieben und mich dort weiterentwickeln wollen. Teilzeit zu arbeiten, war für mich zu diesem Zeitpunkt die perfekte Lösung.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Natürlich sind die Rahmenbedingungen in Unternehmen & Branchen teilweise sehr unterschiedlich. Und auch deine Ziele als Frau und – wenn Kinder da sind – eure Situation als Familie. Doch die Frage ist immer, was kann ich daraus machen. Ich habe erlebt, wie bereichernd Teilzeitarbeit für mich und für uns als Familie war und ist. Daher möchte ich dich einladen und ermutigen, deine Situation neu zu betrachten und mutig deinen eigenen Weg zu finden.

 

Wie kann ich meine beruflichen Ziele in Teilzeit erreichen?

 

Ja, ich finde Arbeiten in Teilzeit eine super Alternative. Ich war sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit in derselben Abteilung tätig, deshalb hat sich mein Aufgabenbereich nur wenig verändert. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die ich gerne gewusste hätte, bevor ich angefangen habe in Teilzeit zu arbeiten. Hier verrate ich dir meine 8 wertvollen Tipps, damit du bestens auf den Übergang vorbereitet bist:

 

Wenn du als Mutter nach der Elternzeit wieder in den Beruf zurückkehrst, dann wirst du dich organisatorisch umstellen müssen. Das kann anfangs etwas schwierig sein, und vielleicht viel deiner Aufmerksamkeit fordern – aber das ist absolut normal und auch völlig ok. Selbst wenn der ein oder andere Kollege an irgendeiner Stelle einen schnippische Kommentare fallen lässt, lass dich nicht verunsichern! Sei dir bewusst, was deine Stärken sind. Gerade als Mutter hast du viele wertvolle Eigenschaften dazugewonnen oder verstärkt, die du vielleicht gar nicht bemerkst. Mir fallen etliche kostbare Ressourcen ein, die viele Mütter mit sich bringen: 

  • Du hast gelernt, dich auf ein zu Beginn doch eher schlecht kommunizierendes Wesen einzustellen.
  • Du bist in der Lage immer wieder neu zu planen und schnell zu entscheiden, wenn plötzlich alles anders kommt. 
  • Du hast die besten Motivations- und Überzeugungstricks auf Lager, wenn jemand Gemüse essen oder eine Regenjacke anziehen soll.

Wenn das nicht die ideale Schule für den beruflichen Aufstieg ist, dann weiß auch nicht 😉

Selbst wenn du es vielleicht nicht siehst, hast du dich ja auch in deiner Elternzeit weiterentwickelt, nur eben auf andere Art. Möglicherweise stecken jetzt in dir sogar Fähigkeiten, die du davor noch nicht hattest. Auch diese (neuen) Fähigkeiten sind super hilfreich, um dein berufliches Ziel zu erreichen. Eine Auszeit bedeutet also nicht zwangsläufig einen Rückschritt zu machen, sondern kann auch bedeuten, deine Stärken neu zu definieren und sie auf anderem Wege einzusetzen. Wichtig ist nur, dass du sie erkennst und einsetzt. Richte deinen Blick nach vorne und schau auf deine Stärken, denn so erreichst du erfolgreich deine Ziele.

Wenn du als Mama einen Teilzeitjob machst, musst du dir darüber im Klaren sein, dass nicht beides immer zu 100% geht. Besonders am Anfang fiel es mir nicht leicht, meinen Sohn in die Kita abzugeben. Gleichzeitig war es für mich manchmal schwer zu erkennen, dass ich im Job nicht immer alles mitbekomme, weil ich eben nicht 9-to-5 da bin – wie ich es sonst immer war. Die Mittagsgespräche und auch das ein oder andere Meeting mussten ohne mich stattfinden. Da fehlt einem doch so manche wichtige Information. Ja, diesen Kompromiss musste ich eingehen, aber hätte ich mich nur für das Mamadasein entschieden, müsste ich genauso einen Kompromiss eingehen – nämlich die Entscheidung gegen berufliche Weiterentwicklung.

Was sind die Rahmenbedingungen für meine Ziele?

Mit “realistisch sein” meine ich also: Nimm die Rahmenbedingungen ganz ehrlich wahr. Realistisch soll nicht heißen “das-geht-alles-nicht”, sondern dir ein klares Bild davon zu machen, welche Möglichkeiten du hast. Dann kannst du besser entscheiden, wo deine Prioritäten liegen und wie du die Rahmenbedingungen für dich und deine Weiterentwicklung nutzt.

Wenn du bspw. weißt, dass wichtige Infos an dir vorbeigehen, weil du beim Mittagessen nicht mehr regelmäßig dabei bist, dann musst du überlegen, wie du stattdessen mit den entsprechenden Personen vernetzt bleibst.

Gerade weil du in Teilzeit die ein oder andere Information nicht mit bekommst, ist es wichtig, auf andere Art und Weise irgendwie an das Verpasste ranzukommen. Deshalb trau dich, nachzufragen. Das mag vielleicht ab und zu unangenehm oder auch einfach ungewohnt sein, da du zuvor in Vollzeit vieles “automatisch” in der Teeküche oder auf Flurgesprächen mitgekriegt hast. Jetzt musst du manchmal bewusst nachhaken. Ärgere dich nicht darüber. Es hilft zu zeigen, dass du dich nicht auf dem Abstellgleis siehst, sondern deine Themen ernst nimmst und motiviert dabei bist. Du hast volles Recht dazu, über deine Aufgaben und die anstehenden Projekte Bescheid zu wissen, schließlich kannst du auf diese Art und Weise dich auch am besten daran beteiligen und deinen Mehrwert dazugeben. Und genau das wünscht sich doch jeder Chef – motivierte Mitarbeiter, die Interesse und Engagement zeigen. Damit wären wir auch schon beim nächsten Punkt:

Karriere in Teilzeit gehorcht nicht komplett anderen Regeln, als Karriere grundsätzlich. Nur weil du in Teilzeit arbeitest, heißt das ja nicht, dass du nun einen ganz anderen Job machst. Karriere in Teilzeit ist wie die Essenz dessen, was grundsätzlich wichtig ist, um beruflich erfolgreich zu sein. Du musst nur fokussierter sein, weil du weniger Zeit zur Verfügung hast. All das “unwichtige Wasser” was in einem Vollzeitjob oftmals dabei ist, verdampft plötzlich, wenn du in Teilzeit arbeitest und nur die Essenz bleibt übrig.

Ich habe in meiner Zeit als Teilzeitangestellte gelernt, mich auf das zu fokussieren, was wirklich wichtig ist. Wenn ich wusste, ich bin heute nur 4 Stunden da, war ich viel effektiver. Das passiert teilweise fast automatisch. Ich habe deutlich weniger Pausen gemacht, die Plaudereien kurz gehalten und nur an für mich wichtigen Meetings teilgenommen, weil mir die wenige verfügbare Zeit so bewusst war. Ich habe gemerkt, dass ich in diesen 4 Stunden viel mehr geschafft habe, als in einem halben Arbeitstag, an dem ich insgesamt 8 Stunden da war. Weniger arbeiten, heißt nicht schlechter arbeiten. Ich konnte sogar effizienter arbeiten und mich im Verhältnis gesehen noch schneller weiterentwickeln. Unterschätze also nie deine Arbeit und den Mehrwert, den du stiftest.

Ja, als arbeitende Mutter bist du nicht immer zu Hause, kriegst nicht alles mit, wirst vielleicht manchmal übergangen oder bekommst sogar mal einen schnippischen Kommentar. Nichtsdestotrotz: Mach dein Ding!

Wenn es dir schwer fällt, souverän deinen Weg zu gehen, dann empfehle ich, dich mit denen auszutauschen, die Arbeit und Privatleben auf eine Art vereinbaren, wie du es dir wünscht. Allein der Austausch kann dabei helfen, die eigene Prägung schrittweise zu hinterfragen. So ging es mir ja selbst. Im ersten Moment war ich über meinen eigenen Gedanken erschrocken, ich wäre „nur Mama in Teilzeit“. Aber damit konnte ich den Gedanken direkt in Frage stellen und trotzdem meine Entwicklungsperspektiven mit meinem Chef besprechen. Das Ergebnis hat meinen Glaubenssatz dann völlig über den Haufen geworfen. Auf diese Art und Weise konnte ich meinen eigenen Weg finden, alles zu vereinbaren – unabhängig von meinen Prägungen.

 

 

Wie kann mich mein Umfeld (z.B. mein Partner, meine Führungskraft, meine gute Freundin) unterstützen?

Und damit du es für dich wirklich der Reihe nach gut durchgehen kannst: Ich habe hier eine kostenlose Checkliste für deine Karriere in Teilzeit zusammengestellt. Lade sie dir jetzt runter, und prüfe, wie du deine beruflichen Ziele auch in Teilzeit erreichen kannst und eben nicht auf dem beruflichen Abstellgleis landest.

Natürlich sind die Rahmenbedingungen in Unternehmen & Branchen teilweise sehr unterschiedlich. Und auch deine Ziele als Frau und – wenn Kinder da sind – eure Situation als Familie. Doch die Frage ist immer, was kann ich daraus machen. Ich habe erlebt, wie bereichernd Teilzeitarbeit für mich und für uns als Familie war und ist. Daher möchte ich dich einladen und ermutigen, deine Situation neu zu betrachten und mutig deinen eigenen Weg zu finden.

 

Wie kann ich meine beruflichen Ziele in Teilzeit erreichen?

 

Ja, ich finde Arbeiten in Teilzeit eine super Alternative. Ich war sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit in derselben Abteilung tätig, deshalb hat sich mein Aufgabenbereich nur wenig verändert. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die ich gerne gewusste hätte, bevor ich angefangen habe in Teilzeit zu arbeiten. Hier verrate ich dir meine 8 wertvollen Tipps, damit du bestens auf den Übergang vorbereitet bist:

Tipp 1: Siehe deine Stärken.

Wenn du als Mutter nach der Elternzeit wieder in den Beruf zurückkehrst, dann wirst du dich organisatorisch umstellen müssen. Das kann anfangs etwas schwierig sein, und vielleicht viel deiner Aufmerksamkeit fordern – aber das ist absolut normal und auch völlig ok. Selbst wenn der ein oder andere Kollege an irgendeiner Stelle einen schnippische Kommentare fallen lässt, lass dich nicht verunsichern! Sei dir bewusst, was deine Stärken sind. Gerade als Mutter hast du viele wertvolle Eigenschaften dazugewonnen oder verstärkt, die du vielleicht gar nicht bemerkst. Mir fallen etliche kostbare Ressourcen ein, die viele Mütter mit sich bringen: 

  • Du hast gelernt, dich auf ein zu Beginn doch eher schlecht kommunizierendes Wesen einzustellen.
  • Du bist in der Lage immer wieder neu zu planen und schnell zu entscheiden, wenn plötzlich alles anders kommt. 
  • Du hast die besten Motivations- und Überzeugungstricks auf Lager, wenn jemand Gemüse essen oder eine Regenjacke anziehen soll.

Wenn das nicht die ideale Schule für den beruflichen Aufstieg ist, dann weiß auch nicht 😉

Selbst wenn du es vielleicht nicht siehst, hast du dich ja auch in deiner Elternzeit weiterentwickelt, nur eben auf andere Art. Möglicherweise stecken jetzt in dir sogar Fähigkeiten, die du davor noch nicht hattest. Auch diese (neuen) Fähigkeiten sind super hilfreich, um dein berufliches Ziel zu erreichen. Eine Auszeit bedeutet also nicht zwangsläufig einen Rückschritt zu machen, sondern kann auch bedeuten, deine Stärken neu zu definieren und sie auf anderem Wege einzusetzen. Wichtig ist nur, dass du sie erkennst und einsetzt. Richte deinen Blick nach vorne und schau auf deine Stärken, denn so erreichst du erfolgreich deine Ziele.

Welche Stärken kann ich für meine Ziele nutzen?

Tipp 2: Sei realistisch.

Wenn du als Mama einen Teilzeitjob machst, musst du dir darüber im Klaren sein, dass nicht beides immer zu 100% geht. Besonders am Anfang fiel es mir nicht leicht, meinen Sohn in die Kita abzugeben. Gleichzeitig war es für mich manchmal schwer zu erkennen, dass ich im Job nicht immer alles mitbekomme, weil ich eben nicht 9-to-5 da bin – wie ich es sonst immer war. Die Mittagsgespräche und auch das ein oder andere Meeting mussten ohne mich stattfinden. Da fehlt einem doch so manche wichtige Information. Ja, diesen Kompromiss musste ich eingehen, aber hätte ich mich nur für das Mamadasein entschieden, müsste ich genauso einen Kompromiss eingehen – nämlich die Entscheidung gegen berufliche Weiterentwicklung.

Was sind die Rahmenbedingungen für meine Ziele?

Tipp 3: Nutze deine Rahmenbedingungen voll aus.

Mit “realistisch sein” meine ich also: Nimm die Rahmenbedingungen ganz ehrlich wahr. Realistisch soll nicht heißen “das-geht-alles-nicht”, sondern dir ein klares Bild davon zu machen, welche Möglichkeiten du hast. Dann kannst du besser entscheiden, wo deine Prioritäten liegen und wie du die Rahmenbedingungen für dich und deine Weiterentwicklung nutzt.

Wenn du bspw. weißt, dass wichtige Infos an dir vorbeigehen, weil du beim Mittagessen nicht mehr regelmäßig dabei bist, dann musst du überlegen, wie du stattdessen mit den entsprechenden Personen vernetzt bleibst.

Tipp 4: Trau dich, nachzufragen.

Gerade weil du in Teilzeit die ein oder andere Information nicht mit bekommst, ist es wichtig, auf andere Art und Weise irgendwie an das Verpasste ranzukommen. Deshalb trau dich, nachzufragen. Das mag vielleicht ab und zu unangenehm oder auch einfach ungewohnt sein, da du zuvor in Vollzeit vieles “automatisch” in der Teeküche oder auf Flurgesprächen mitgekriegt hast. Jetzt musst du manchmal bewusst nachhaken. Ärgere dich nicht darüber. Es hilft zu zeigen, dass du dich nicht auf dem Abstellgleis siehst, sondern deine Themen ernst nimmst und motiviert dabei bist. Du hast volles Recht dazu, über deine Aufgaben und die anstehenden Projekte Bescheid zu wissen, schließlich kannst du auf diese Art und Weise dich auch am besten daran beteiligen und deinen Mehrwert dazugeben. Und genau das wünscht sich doch jeder Chef – motivierte Mitarbeiter, die Interesse und Engagement zeigen. Damit wären wir auch schon beim nächsten Punkt:

Tipp 5: Sei fokussiert.

Karriere in Teilzeit gehorcht nicht komplett anderen Regeln, als Karriere grundsätzlich. Nur weil du in Teilzeit arbeitest, heißt das ja nicht, dass du nun einen ganz anderen Job machst. Karriere in Teilzeit ist wie die Essenz dessen, was grundsätzlich wichtig ist, um beruflich erfolgreich zu sein. Du musst nur fokussierter sein, weil du weniger Zeit zur Verfügung hast. All das “unwichtige Wasser” was in einem Vollzeitjob oftmals dabei ist, verdampft plötzlich, wenn du in Teilzeit arbeitest und nur die Essenz bleibt übrig.

Tipp 6: Erkenne, dass du effektiver bist.

Ich habe in meiner Zeit als Teilzeitangestellte gelernt, mich auf das zu fokussieren, was wirklich wichtig ist. Wenn ich wusste, ich bin heute nur 4 Stunden da, war ich viel effektiver. Das passiert teilweise fast automatisch. Ich habe deutlich weniger Pausen gemacht, die Plaudereien kurz gehalten und nur an für mich wichtigen Meetings teilgenommen, weil mir die wenige verfügbare Zeit so bewusst war. Ich habe gemerkt, dass ich in diesen 4 Stunden viel mehr geschafft habe, als in einem halben Arbeitstag, an dem ich insgesamt 8 Stunden da war. Weniger arbeiten, heißt nicht schlechter arbeiten. Ich konnte sogar effizienter arbeiten und mich im Verhältnis gesehen noch schneller weiterentwickeln. Unterschätze also nie deine Arbeit und den Mehrwert, den du stiftest.

Tipp 7: Bleib gelassen und bleib dran.

Ja, als arbeitende Mutter bist du nicht immer zu Hause, kriegst nicht alles mit, wirst vielleicht manchmal übergangen oder bekommst sogar mal einen schnippischen Kommentar. Nichtsdestotrotz: Mach dein Ding!

Tipp 8: Vernetze dich.

Wenn es dir schwer fällt, souverän deinen Weg zu gehen, dann empfehle ich, dich mit denen auszutauschen, die Arbeit und Privatleben auf eine Art vereinbaren, wie du es dir wünscht. Allein der Austausch kann dabei helfen, die eigene Prägung schrittweise zu hinterfragen. So ging es mir ja selbst. Im ersten Moment war ich über meinen eigenen Gedanken erschrocken, ich wäre „nur Mama in Teilzeit“. Aber damit konnte ich den Gedanken direkt in Frage stellen und trotzdem meine Entwicklungsperspektiven mit meinem Chef besprechen. Das Ergebnis hat meinen Glaubenssatz dann völlig über den Haufen geworfen. Auf diese Art und Weise konnte ich meinen eigenen Weg finden, alles zu vereinbaren – unabhängig von meinen Prägungen.

 

Wie kann mich mein Umfeld (z.B. mein Partner, meine Führungskraft, meine gute Freundin) unterstützen?

 

Ich habe hier eine kostenlose Checkliste für deine Karriere in Teilzeit zusammengestellt. Lade sie dir jetzt runter, und prüfe, wie du deine beruflichen Ziele auch in Teilzeit erreichen kannst und eben nicht auf dem beruflichen Abstellgleis landest.

Gleichberechtigung in der Wirtschaft

Na, wie geht es dir jetzt, nachdem du dir all die Fragen mal ernsthaft durch den Kopf gehen hast lassen? Egal in welcher Lebenssituation du auch gerade steckst, sei mutig, deinen innersten Wünschen nicht länger aus dem Weg zu gehen – selbst wenn sie zunächst unvereinbar erscheinen. Dann wird aus “Kind ODER Karriere” ein “Kind UND Karriere”. Du musst dich nicht zwischen eines der beiden Optionen entscheiden. Wenn du beides willst, dann wirst du auch einen Weg finden, wie du beides vereinen kannst. Trau dich, endlich los zu gehen!

Ja, selbst in Deutschland leben wir noch in einer durchaus männerdominierten Welt. Aber dabei muss und soll es nicht bleiben. Warum? Weil von echter Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt nicht nur du oder deine Familie, sondern auch die ganze Wirtschaft profitiert.

Wusstest du, dass Unternehmen, die 30 Prozent mehr weiblichen als männliche Führungskräfte haben, bis zu 15 Prozent mehr Netto-Umsatz machen? Das bedeutet, Frauen sind sehr wichtig, um den Umsatz in einem Unternehmen bedeutsam zu erhöhen – viele wissen das nur nicht.

Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, sagt dazu: „Fähigkeiten und Talente zu nutzen unabhängig vom Geschlecht. Das gehört für mich zum guten Wirtschaften in der sozialen Marktwirtschaft“

Mutig vorangehen, als Frau UND als Mann

Ich glaube aktuell fehlen bei den Unternehmen häufig noch die Kompetenzen und die Weisheit, Familie und Karriere für beide Geschlechter gleichermaßen erfolgreich zu ermöglichen. Deshalb ist es umso wichtiger, darauf Aufmerksam zu machen, ab und zu mal laut zu werden und vor allem selbst zu zeigen, dass es durchaus möglich ist. Ich bin so gespannt auf das, was sich alles in den nächsten Jahren verändern wird, wenn immer mehr Frauen und Paare den Schritt wagen, Kind und Karriere gleichberechtigt zu vereinbaren – und zwar mit der Freiheit für Mann UND Frau sich sowohl für als auch gegen eine Teilzeit-Beschäftigung zu entscheiden. Damit können wir Vorbild sein für unser Umfeld und nicht zuletzt natürlich für unsere eigenen Kinder.

Folge mir auf den sozialen Medien oder trag dich in meinen Newsletter ein für eine Karriere, die Spaß macht & Durchsetzungskraft, die nett ist:

Ich bin Jenna van Hauten

Seit 6 Jahren arbeite ich in einem internationalen IT-Unternehmen. Ich habe mich trotz Quereinstieg, Elternzeit, Teilzeit und sonstiger (vermeintlicher) Hindernisse, schneller beruflich weiterentwickelt als ich das unter Standardbedingungen für möglich gehalten hätte.

 
Heute teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen im Coaching und Kursen. Ich möchte dich darin begleiten, selbstbewusst deinen eigenen Weg zu gehen und deine beruflichen Ziele zu erreichen. Denn das ist nicht nur persönlich erfüllend, sondern macht auch die (Unternehmens-)Welt zu einem besseren Ort!

Du möchtest mehr aus meinem Blog?

Schlagfertigkeit lernen – egal ob du introvertiert oder extravertiert bist

Schlagfertigkeit lernen – egal ob du introvertiert oder extravertiert bist 

Auf einen unangebrachten Kommentar souverän reagieren? Viele wünschen sich schlagfertiger zu werden und frechen Sprüchen nicht perplex und sprachlos gegenüber zu stehen. Was es dazu neben einfachen Tricks an Mindset und Selbstbewusstsein braucht, das erklärt uns die Kommunikationsmentorin Madeleine Kumbartzki. Sie beantwortet uns die Frage, ob Schlagfertigkeit lernbar ist und wie du damit am Besten anfangen kannst..

Du schaust dir das Interview lieber als Video an? Kein Problem 🙂

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Hast du auch sofort ein Bild vor Augen, wie du wärst, wenn du schlagfertiger sein könntest? Vielleicht cool und lässig, vielleicht sexy und sicherlich: souverän.

Schnell holt uns unsere Realität wieder ein: „So werde ich nie sein. Ich bin halt nicht schlagfertig.“

In diesem Beitrag möchte ich diese Vorstellung von Schlagfertigkeit hinterfragen und Tipps geben, was besonders introvertierte Frauen tun können, um sich Richtung Schlagfertigkeit zu entwickeln.

Verantwortung übernehmen

Häufig suchen wir die Gründe für unsere Gefühle und Handlungen im Außen. Dann ist es der Kollege, der bissig ist, die Chefin, die zu viel verlangt, die Kund*innen, die nerven, der Partner, der nicht zuhört.

Stop!

Das ist nicht dein Weg zu einem selbstbewussten und souveränen Leben. Das ist eine Sackgasse. Der Weg ist, dass du die Verantwortung für dich selbst und dein Leben übernimmst.
Verantwortung ist oft negativ konnotiert, fühlt sich schwer an, manchmal auch bedrohlich. Die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen ist jedoch ein Geschenk. Denn du hast immer die Wahl, wie du auf Situationen reagierst. Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen heißt schlicht, handlungsfähig zu sein, wählen zu können.

Nimm dein Leben, die unangenehmen Situationen an. So wie sie sind. Annehmen ist dabei nicht dasselbe wie hinnehmen. Hinnehmen bedeutet Resignation. Annehmen bedeutet, sich aufzurichten und nach Lösungen zu suchen.

 

Was Schlagfertigkeit mit Selbstwert zu tun hat

Schlagfertige Menschen sind smart, gewiss, und sie sind noch etwas viel Größeres: Sie sind es sich selbst wert, sich zu wehren. Und weil sie mit sich im Reinen sind, können sie auf unterschiedliche Weise schlagfertig sein: flapsig, ernst, humorvoll.

Wenn ich auf einen unangenehmen Spruch oder einen Angriff keine Reaktionsmöglichkeit habe, völlig perplex bin, dann hat das häufig mit meinem Selbstwertgefühl zu tun.

Bin ich es mir selbst wert, mich zu wehren und zwar sofort? Bin ich es mir selbst wert, mich zu zeigen und für mich einzustehen? Bin ich mir meiner eigenen Stärken bewusst?

Fehlt mir ein gewisses Maß an Selbstliebe, bringt es mir z.B. nichts, schlagfertige Sätze auswendig zu lernen. Mein Gegenüber wird sofort merken, wenn meine Haltung nicht mit meinen Worten übereinstimmt. Mangelndes Selbstwertgefühl verkörpert sich, d.h. man sieht es mir an meinen hängenden Schultern, meiner leisen Stimme und meinem gesenkten Blick an.

Es hilft auch nicht, einfach nur lauter zu sein. Auch das spiegelt nicht zwingend Souveränität wider.

Souveränität stellt sich dann ein, wenn du dir deiner Fähigkeiten, Ressourcen, deines Könnens und deines eigenen Wertes für DICH (nicht für andere) bewusst bist und dies auch lebst.

Wie man da hinkommt? In einem ersten Schritt höre dir selbst zu, wie du mit dir redest:

 

Selbstliebe statt Verurteilung

Wir selbst sind unsere größten Kritikerinnen und da wir uns bei uns nicht zurückhalten müssen, fällt diese Kritik häufig vernichtend aus.

Du kennst sicherlich Gedanken wie: „Nie fällt mir etwas ein! Das war ja klar, dass ich wieder den Mund nicht aufbekomme! Andere sind da viel souveräner als ich!“

Ich kann diese Gedanken gut verstehen. Früher habe ich auch so mit mir gesprochen. Nur bringen sie uns kein Stück weiter. Wir werden nicht zufriedener leben, nicht mehr Erfolg haben und schon gar nicht souveräner sein.

Wenn du das nächste Mal diese Gedanken wahrnimmst, dann gehe liebevoll mit dir um. Sage dir z.B.: „So möchte ich nicht mit mir reden. Ich bin ein lernendes Wesen und darf Fehler machen. Ich muss mich nicht dafür verurteilen, dass mich jemand anderes in diese Situation gebracht hat.“

Um unsere Gedanken wahrzunehmen und nicht direkt zu bewerten, braucht es etwas Übung. Achtsamkeitsübungen und Meditation sind hier wirksame Mittel.

Versuche eine Situation, in der du deiner Meinung nach, nicht souverän reagiert hast, wertzuschätzen als Lernmöglichkeit. Versuche sie rückwirkend zu betrachten, ohne sie zu bewerten, und wenn dir später eine gute Antwort einfällt, dann notiere sie dir.

Wie oben beschrieben, sollst du sie nicht auswendig lernen. Wenn du sie aufschreibst und immer wieder anschaust, prägen sich deine Reaktionsmuster ein. Aufbauend auf diese Muster, kannst du zukünftig reagieren. Denn diese Sätze sind bereits in dir.

 

Bedürfnisse ergründen

Dies funktioniert auf zwei Seiten:
Auf der eigenen Seite zu schauen, was passiert mit mir, wenn ich einen Angriff erlebe? Warum macht es mich perplex und sprachlos? Welches meiner Bedürfnisse wird in diesem Moment von der anderen Person nicht erfüllt?
Auf der Seite des Gegenübers lohnt es sich ebenso darüber nachzudenken, warum die Person so agiert. Welche Bedürfnisse könnten bei dieser Person nicht erfüllt sein?

Das heißt nicht, das Verhalten zu entschuldigen oder zu akzeptieren. Es fördert jedoch Verständnis für die andere Person und die eigene Wut, Scham oder Ärger verlieren an Kraft.
Dadurch gewinnst du Abstand zur Situation, wirst ruhiger und kannst auch leichter zukünftige Antwortmöglichkeiten finden.

Wenn wir nicht auf Konfrontation aus sind, ist Schlagfertigkeit nicht unbedingt die beste Wahl. Ein emphatischer Satz nimmt dem ganzen unter Umständen sogar die Luft aus den Segeln.
Verständnis zu entwickeln, emphatisch zu sein, ist ein Akt von Selbstbewusstsein und Größe. Verunsicherung, Ohnmacht und „Kleinfühlen“ haben dort keinen Platz mehr.

3 Tipps, für mögliche Reaktionen

1. Durchatmen

Wir verfallen in Schockstarre, obwohl wir reagieren sollten, weil wir emotional getroffen sind. Das Herz fängt an zu rasen, der Schweiß zu fließen, der Mund wird ganz trocken und in unserem Kopf rattert es wie eine alte Dampflock.

Auf diesem Erregungslevel kann uns keine souveräne Antwort einfallen. Deshalb: Atme erst mal tief durch. Das darf dein Gegenüber ruhig sehen, denn es ist bereits eine erste Möglichkeit, souverän zu reagieren.

Mach dich beim Einatmen groß, schau latent genervt oder belustigt, zieh die Augenbrauen etwas hoch und atme hörbar aus. Du suggerierst hierdurch deinem Gegenüber, dass er dich eben nicht getroffen hat.

Stehst du noch ganz am Anfang deines schlagfertigen Lebens, mache es kurz: Knappe Antworten wie „aha“, „soso“, „wenn du meinst“ und dann das Thema wechseln.

2. Nicht erklären oder rechtfertigen

Gerade Kritik oder ein Kommentar über unser Verhalten verleitet uns dazu, uns zu erklären und zu rechtfertigen. Das ist eine Reaktion, die wir unbedingt ablegen dürfen. Wir müssen uns nicht erklären für etwas, das wir getan oder gesagt haben. Von dem wir überzeugt waren, dass es richtig ist. Und selbst, wenn wir einen Fehler gemacht haben gibt es keinen Grund, sich zu rechtfertigen. Das möchte schließlich unser Gegenüber erreichen: Das wir uns verunsichern lassen.

Mein Tipp: Wenn du gedanklich schon nach einer Erklärung suchst, sage dir „stop“. Dann kannst du mit einer knappen Antwort kontern: “Danke, ich komme zurecht.“, „Hatten Sie etwa Zweifel?“ oder „Ich verstehe Ihre Frage nicht.“ Entweder hat sich die Sache dann erledigt oder ihr kommt ins Gespräch.

Warum möchtest du dich nicht mehr rechtfertigen? Weil es völlig okay ist, wenn du etwas nicht weißt. Weil es völlig okay ist, wenn du einen Fehler machst. Weil du es wert bist, dass du für dich einstehst.

3. Rückfragen stellen

Wenn du nicht weißt, wie du reagieren sollst, dann stelle Rückfragen: „Wie meinen Sie das?“, „Aha interessant, können Sie mir dazu mehr sagen?“, „So so, wie würden Sie es denn umsetzen?“, oder schlicht: „Danke, ich denke darüber nach.“
Mit Rückfragen kitzelst du dein Gegenüber aus der Reserve. Plötzlich muss er*sie sich erklären und manchmal zeigt sich dann, dass hinter dem blöden Spruch überhaupt nichts mehr steckt.

Umgang mit Sexismus

Oft erleben wir Frauen nicht nur Kritik oder mal einen blöden Spaß, sondern sehr häufig sind diese sexistisch. Auch das Hinterherpfeifen auf der Straße ist ein sexistischer Akt, der Catcalling genannt wird.

Wie kannst du in solchen Fällen reagieren?
Sexistische Witze sind nicht lustig. Lache nicht mehr mit und lächle nicht mehr milde.
Ja, wir könnten als „Spielverderberinnen“, als humorlos abgestempelt werden. Dennoch: Sexismus kennt keinen Humor.
Sexismus ist ein System, um gewisse Menschen aufgrund bestimmter Merkmale, in diesem Fall heterosexuelle Männer, zu bevorteilen und mit Privilegien auszustatten, die Frauen*, homosexuellen und transgeschlechtlichen Menschen verwehrt bleiben.

Weise bei sexistischen Sprüchen drauf hin, dass es sexistisch ist und du so etwas in deiner Gegenwart nicht hören willst.

Nicht immer wirst du eine beleidigte Reaktion erfahren. Häufig ist es Männern unangenehm und leider einfach nicht bewusst, dass sie sexistisch handeln.
Bei Catcalling entscheide, wie du dich in dem Moment sicher fühlst. Das Pfeifen oder Hinterherrufen zu ignorieren, abzuwinken und einfach weiterzugehen, sind absolut legitime Reaktionen.

Wie du dein Selbstbewusstsein noch nachhaltiger steigern kannst

Oben habe ich bereits Sätze wie „Ich kann das nicht“, „Ich bin nicht gut genug“ erwähnt. Dies sind limitierende Glaubenssätze. Sie schränken dich ein und verhindern, dass du dein wahres Selbst lebst. Warum solltest du nicht selbstbewusst und souverän sein können, wenn es andere sind?

Es lohnt sich, diese Glaubenssätze aufzulösen und mehr innere Freiheit zu entwickeln. Mach dir deine Glaubenssätze bewusst und entdecke deine Stärken. So kannst du nachhaltig wirklich gelassen bleiben, egal was die anderen sagen. Denn du kennst deine Stärken und kannst deine Schwächen mit Humor nehmen. Dann musst du dich nicht rechtfertigen, sondern kannst – wenn du willst – auch schlagfertig kontern.

Dies ist ein Gastbeitrag von Madeleine Kumbartzki. Du möchtest mehr? Dann besuche Madeleines Website oder hol dir das kostenlose Notfall-Kit.

Folge mir auf den sozialen Medien oder trag dich in meinen Newsletter ein für eine Karriere, die Spaß macht & Durchsetzungskraft, die nett ist:

Ich bin Jenna van Hauten

Seit 6 Jahren arbeite ich in einem internationalen IT-Unternehmen. Ich habe mich trotz Quereinstieg, Elternzeit, Teilzeit und sonstiger (vermeintlicher) Hindernisse, schneller beruflich weiterentwickelt als ich das unter Standardbedingungen für möglich gehalten hätte.

 
Heute teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen im Coaching und Kursen. Ich möchte dich darin begleiten, selbstbewusst deinen eigenen Weg zu gehen und deine beruflichen Ziele zu erreichen. Denn das ist nicht nur persönlich erfüllend, sondern macht auch die (Unternehmens-)Welt zu einem besseren Ort!

Du möchtest mehr aus meinem Blog?

Selbstbewusstsein vs. Arroganz- stolz ohne überheblich zu werden

Selbstbewusstsein vs. Arroganz – stolz sein ohne überheblich zu werden

Du möchtest selbstbewusster werden, deine Stärken kennen und stolz sein auf deine Erfolge. Aber das wirkt doch überheblich und arrogant, oder nicht?
Heute verrate ich dir, warum Selbstbewusstsein und Arroganz nicht das gleiche sind. Außerdem lernst du mit welchem einfachen Trick du aus tiefstem Herzen stolz auf dich sein kannst – ganz ohne arrogant zu werden. Das ist für mich echtes Selbstbewusstsein, mit dem du dich auch traust deine Ideen und Projekte gelassen einzubringen.

Du schaust dir den Artikel lieber als Video an? Kein Problem 🙂

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Kennst du dieses innere Bedürfnis, einfach mal mit voller Überzeugung sagen zu können, dass du etwas richtig gut gemacht hast? Gleichzeitig hast du Menschen vor Augen, die sich wichtigtuerisch mit ihren Erfolgen in den Mittelpunkt stellen – und das willst du bitte auf keinen Fall! Ehe du so überheblich und arrogant wirst, hältst du dich doch lieber zurück.

ABER – bevor du vorschnell aufgibst: Echtes Selbstbewusstsein ist nie arrogant!

Lies dir diesen Artikel durch. Denn ich werde hier erklären, wie ich zu dieser provokanten Aussage komme. Und du erfährst meinen simplen Trick, wie du dein Selbstbewusstsein stärken und stolz auf deine Fähigkeiten sein kannst – und zwar OHNE das Risiko, überheblich oder arrogant zu werden.

 

Was ist Selbstbewusstsein?

Selbstbewusst bin ich dann, wenn ich meine Stärken kenne und weiß, was ich gut kann. Ich weiß, dass ich nicht durch Zufall, Glück oder nur durch die Unterstützung anderer dahin gekommen bin, wo ich jetzt bin (Wenn du genau daran zweifelst, lies mal den Beitrag zum Impostor-Syndrom). Ich bin mir selbst bewusst, d.h. ich sehe meinen Beitrag zu einem Erfolg (oder Misserfolg), z.B. bei einem Projekt im Job oder für meine berufliche oder private Entwicklung. Auf meine Stärken und meine Erfolge kann ich stolz sein.

 

Wann werde ich überheblich oder arrogant?

Wenn ich anfange, zu glauben, ich bin die Einzige, die etwas zu einem Erfolg beigetragen hat – mich über meine Kollegen zu heben, dann bin ich überheblich. „Schaut euch mein Projekt an. Das ist das Einzige, das hier etwas zum Erfolg des Unternehmens beigetragen hat.” oder „In meinem Team bin ich doch die Einzige, die etwas leistet.“ Das wäre in der Tat arrogant!

Und ja, es gibt Menschen, die sind überheblich und arrogant. Das kann man übrigens auch sein völlig ohne Selbstbewusstsein. Denn ich kann mich auch über die anderen stellen und auf deren Leistung herabschauen, ganz ohne an meine eigenen Fähigkeiten zu glauben. Aber ja, es gibt sehr selbstbewusste Menschen, die sind auch unfassbar arrogant.

Doch möchte ich dich einladen, dich von diesen Menschen nicht abschrecken zu lassen. Nur weil manche es übertreiben mit dem Selbstbewusstsein, musst du nicht untertreiben und dich kleinreden 😉 Denn echtes Selbstbewusstsein ist für mich, immer beides zu sehen – meine Stärken und meine Schwächen. Ich kenne meine Erfolge, aber auch meine Grenzen. Ich sehe, worin ich gut bin. Aber auch, was andere besser können. Das ist echtes Selbstbewusstsein. Stolz auf mich zu sein oder arrogant zu werden sind zwei verschiedene paar Schuhe. Wie kannst du nun aber dein Selbstbewusstsein stärken ohne arrogant zu werden? Das ist erstaunlich einfach!

 

Wie du dein Selbstbewusstsein stärkst – ohne arrogant zu werden

1. Sei dankbar

Der Trick: Sei dankbar!
Sei dankbar für die Unterstützung, die du in deinem bisherigen Weg bekommen hast, für den Chef, der dich gefördert hat, für die Kollegen, die deine Themen unterstützt haben, für die Menschen, von denen du gelernt hast. Sei dankbar für das, was dir geschenkt ist, deine Talente und Stärken, die Menschen, um dich herum. Auch für die vielen Dinge, die wir in den Industrienationen schon ganz selbstverständlich nehmen, darfst du dankbar sein: fließendes Wasser, ein Dach über dem Kopf, schöne Kleidung, unsere Infrastruktur, ein gutes Bildungssystem. 

Dankbarkeit bringt dich in die Gedankenwelt der Fülle – es gibt genug. Ich muss niemandem etwas wegnehmen, um selbst etwas zu bekommen. Ich kann die Leistungen anderer neidlos anerkennen.

In dem Moment, in dem du dankbar bist für die Unterstützung anderer, kannst du nicht überheblich werden. Das ist wie bei einer Waagschale. Wenn ich den Leistungen anderer Gewicht gebe und gleichzeitig auch meine eigene Leistung wertschätze, bleiben wir auf Augenhöhe. Sobald ich eine Seite überbetone, kommt es aus dem Gleichgewicht. Wenn ich nur auf meine eigenen Erfolge schaue, überhebe ich mich über die anderen und werde arrogant.

Mit einer dankbaren Haltung musst du dir auch keine Sorgen machen, vielleicht doch irgendwie überheblich rüber zu kommen, denn ein dankbares Herz kann nicht gleichzeitig arrogant oder überheblich sein. Das funktioniert einfach nicht. Die anderen werden dich auch nicht so wahrnehmen, weil sie wissen, dass du ihren Beitrag siehst und offensichtlich wertschätzt. Das wichtige dabei ist nur, dass dein Dank auch wirklich aus tiefstem Herzen kommt und nicht gespielt ist. Mach dir deshalb die Unterstützung, die du von anderen bekommst, bewusst. Dann fällt Dankbarkeit ganz leicht 🙂

Schließlich ist diese Dankbarkeit auch immer mit dem Risiko verbunden, deinen Erfolg ausschließlich auf deinen Kollegen, deinen Chef oder dein Glück zu projizieren. Wenn du nur dankbar bist, für all das was andere getan haben oder sagst, du hattest immer einfach nur Glück, dann machst du dich klein.

 

2. Sei stolz

Viele versuchen Überheblichkeit zu vermeiden, indem sie ihre eigenen Leistungen unterschätzen oder kleinreden. “Das ist doch selbstverständlich.” “Ohne die anderen hätte ich das nie geschafft.” “Ich kann meine Erfolge nicht einfach so unverblümt im Meeting vortragen.” “Das ist doch nichts besonderes.” “Ich hatte ja auch Glück.” Dann kommt die Waage in ein Ungleichgewicht auf der anderen Seite. Sie stellen sich selbst unter die anderen. „Die anderen haben ja eigentlich alles gemacht.“ „Ach, dass ich damals eine Position aufsteigen durfte, war nur Glück… dafür hab ich ja gar nichts gemacht.“ Aber das ist nicht Sinn der Sache.